Alles für die Katz
Haustierhotel bei Porto von Raulino Silva
Haustiere haben Konjunktur und sind für ihre Besitzer*innen nicht selten veritable Lebensabschnittspartner. Für alle, deren Bindung doch nicht so weit geht oder die einfach auf Geschäftsreise müssen, gibt es das Hotel Canino e Felino in Vila do Conde nördlich von Porto. Hier können Hunde und Katzen abgegeben werden, wenn die Besitzer*innen keine Zeit für ihre haarigen Begleiter haben. Diese können dann eine Art Urlaub unter ihresgleichen verbringen, bis Herrchen oder Frauchen wieder zuhause sind.
Der vom ortsansässigen Architekten Raulino Silva entworfene, 800 Quadratmeter große Neubau setzt sich aus drei Volumen zusammen, die zwar miteinander verbunden sind, es aber erlauben, drei separate Bereiche zu schaffen. Die Planer*innen trennten Hunde von Katzen und schufen darüber hinaus Raum für eine Tierarztpraxis. Für Urlaubsfeeling sorgen Trainingsplätze im Freien und ein eigenes Schwimmbad.
Raulino Silva und sein Team legten Wert darauf, das Gebäude möglichst in die Landschaft des Weinanbaugebiets zu integrieren. Ein flacher Riegel, in dem 41 verglaste Kabinen für Hunde untergebracht sind, bildet den größten Bereich des Hauses. Die Kabinen gehen von einem zentralen Flur aus, der in der Mitte bepflanzt wurde, um direkten Blickkontakt zwischen den Tieren – und damit potenzielle Konflikte – zu verhindern. Über eine skulpturale Treppe gelangt man in das Untergeschoss. Hier befindet sich ein Spielplatz für die Tiere sowie ein Multifunktionsraum, ein Technikraum. Außerdem ein Waschraum und Spinde für die Angestellten.
Im zweitgrößten Volumen ist die Rezeption untergebracht. Neben dem Tresen gibt es ein kleines Geschäft, einen Lagerraum, sanitäre Einrichtungen und Büroräume. Im kleinsten Gebäudeteil sind schließlich zwölf Zellen für Katzen untergebracht. Zentrales Element ist ein interner Garten, um den sich die Zellen gruppieren. Dieser wird durch ein Oberlicht mit Tageslicht versorgt.
Die Fassade ist ein grau verputztes Wärmedämmverbundsystem. Die Böden der Innenräume sind mit einer wasserfesten Epoxydschicht ausgegossen. Die Innenwände wurden teilweise mit einer Schicht aus hellgrauem Mikrozement überzogen. Die Zielgruppe für das durchgestylte Ensemble dürfte klar sein. Aber ob auch die Tiere auf ein solch schickes Umfeld Wert legen? Zumindest gibt das minimalistische Interieur den Halter*innen das Gefühl, sie geben ihr Tier ins Hotel und nicht ins Tierheim. (tl)
Fotos: João Morgado
Habe selten so etwas steriles gesehen.
Da würde ich meinen Hund zum "grillen" hinter Glas nie einquartieren wollen
Während Herrchen und Frauchen durch die Welt Jet-Setten wird Fifi im High-End Zwinger kostenpflichtig abgegeben.
So ist das halt....
Aber muss man das wirklich im Baunetz zeigen?
Das wäre eher ein Axel-Springer Projekt.
artgenossen mit andren reinlichkeitskulturen ist es nicht gelungen, auch nur annähernd der logik des menschen folgen zu wollen.
nehmen wir z.b. einen hund:
dieser hat sich immer hin bereiterklärt, stets ein treuer freund zu sein, jedoch:
fensterputzen - oder gar einfach sauber lassen, dieses ist im fremd geblieben...
nach sovielen jahrtausenden bester lehrmeisterschaft durch uns menschen..., will der wauwau einfach nicht dazu lernen...
dabei hat er doch nun mit dieser designpreisverdächtigen architektur erstmalig die chance, uns zu beweisen, dass er einer von uns ist!
"jetzt reiß dich mal zusammen du wauwau und lass den boden und die scheiben sauber! hast du gehört! jetzt ist schluss mit schlecken! hör auf damit! AUS!!!"
"..."
"...ja so ist fein, brav, hier hast du es aber schön in deinem wauwauhotel..."
"AUS!!!!!"
"..."