Werken und Wohnen
Haus von Daniel Ellecosta in Südtirol
Die typologische Einordnung könnte prosaischer nicht ausfallen: Als „Betrieb mit Dienstwohnung“ kategorisiert Daniel Ellecosta die Ciasa Le Fiun, die im letzten Jahr fertig wurde. Vor drei Jahren hatte der 1989 geborene Südtiroler sein eigenes Haus am Hörmannweg in Truden vorgestellt, in dem er mit seiner Familie lebt und sein Büro betreibt. Nun also ein weiteres Projekt, das dem Wohnen und Arbeiten dient, wieder im dörflichen Kontext, wieder am Hang und wieder mit Blick in die Berglandschaft (für Ortskundige: Richtung Peitlerkofel).
Doch dieses Mal geht es nicht um das Entwerfen von Architektur, sondern um eine kleine Kunstweberei, die hier ihren „Hauptsitz“ hat. Auf 180 Quadratmetern Fläche werden Stoffe hauptsächlich gelagert, aber auch gereinigt und in Handarbeit verarbeitet. Das Untergeschoss dient der Logistik, ein Werk- und Waschraum im Erdgeschoss der Weiterverarbeitung. Genäht und vor allem verkauft wird auch in den beiden Geschäften, die die Familie betreibt. Gewohnt wird auf 100 Quadratmetern im Erd- und dem Ober- bzw. Dachgeschoss. Hier sind drei doppelgeschossige Schlafzimmer mit Emporen zu finden.
Ellecosta betont, dass das Aufgreifen der lokalen Bautradition der „Viles“ (Weiler) entscheidend für ihn war. Sein Neubau orientiert sich architektonisch an den Trockensöllern, das sind Wirtschaftsgebäude in den Weilern. Insbesondere die umlaufende Terrasse mit ihren vertikalen Holzlamellen ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Konstruktiv handelt es sich um einen Holzbau, der auf einen verputzten Sockel in Massivbauweise platziert wurde. Sowohl außen als auch innen kam in erster Linie Fichtenholz zum Einsatz.
Auffällig im Wohnbereich ist die Setzung der holzgetäfelten Stube samt Eckbank, Kachelofen und Geweih als Raum-im-Raum. Fast wie in einer Schatulle, klar umfasst und mit einer Stufe vom Rest des Wohnbereiches abgehoben, kontrastiert der Inbegriff alpenländischer Gemütlichkeit mit dem zeitgenössisch sachlichen Interieur des restlichen Hauses. (gh)
Fotos: Gustav Willeit
was ist tradition?
was spricht für quer?
bilder und grundrisse weichen voneinader ab.
photoshop?
fehlerhafte zeichnungen?
ich verstehe den leeren raum im dach / schnitt nicht.
schlafräume gen nord - ok. aber warum der ungenutze raum im dach. klimapuffer? wäre ne idee. erklärt sich nicht.
aufwachen und an den hang starren. keine fenster gen süden, keine weite. nagut.
licht ein ein mangelthema hier. räume, ausblicke introvertiert. warum dann am hang bauen. bilder zeigen mehr den aufgehenden steilhang als die berge. seltsam.
die tg zufahrt wird auf den bildern weggeschummelt.
...andere beispiele im baunetz: am hang ankern und die ferne nutzen - eigentlich völlig selbstverständlich, tradition? ...hier abkehr.
in den grundrissen üppige erschließungswege, raum verschwenden ok. aber für flure?
handwerklich sauber umgesetzt, doch leider passt für mich der Charakter des Außen nicht mit dem Innen zusammen. Innen bin ich plötzlich im Neubau um die Ecke.