Bereit zum Abheben
HENN planen Luftfahrthochschule in Hangzhou
Nach ihrem Wettbewerbsgewinn im Jahr 2018 für den Bau der ersten privaten Eliteuniversität Chinas in Hangzhou planen HENN nun das nächste Hochschulgroßprojekt in der Metropole am Kaiserkanal: die Zhongfa-Luftfahrt-Universität. Auch dieses Mal gewann das Büro mit Sitz in München, Berlin und Peking mit seinem Entwurf für einen Campus-Masterplan einen Einladungswettbewerb, ausgelobt von der Hangzhou Yuhang Aerospace Town Construction Co. Das öffentliche chinesische Vorhaben wird von der französischen Regierung unterstützt.
Auf dem 160 Hektar großen Areal sind 660.000 Quadratmeter für den akademischen Campus vorgesehen, der für 10.000 Studierende ausgelegt ist. Auf den verbleibenden circa 930.000 Quadratmetern soll ein Wissenschafts- und Technologiepark mit kommerziellen Unternehmen entstehen. Neben Universität, Laboratorien und Forschungsinstituten wird es auch eine Kantine und eine Sporthalle geben. Zwei das Gelände durchziehende Hauptachsen – eine von Nord nach Süd verlaufende „Industrie-Wissenschaft-Achse“ und eine „Ost-West-Landschaftsachse“ – sollen Wissenschaft, Industrie und urbane Landschaft miteinander verknüpfen.
Um den Komplex möglichst organisch in die von zahlreichen Kanälen und Flüssen geprägte Topographie der Umgebung einzubinden, liegt ein struktureller Schwerpunkt des Entwurfs auf der Umsetzung einer gartenartigen, netzförmigen Wasserlandschaft, in der acht Campus- und zwei Technologie-Inseln funktionale Cluster bilden. Des Weiteren beziehen sich die Architekt*innen in ihrem Gestaltungskonzept auf die Überreste der neolithischen Liangzhu-Kultur in der Region am Yangtse-Delta, zu denen ein ausgefeiltes System aus Dämmen, Kanälen und Wasserreservoirs gehört.
Das zentrale Hauptgebäude soll zum Markenzeichen des Projekts werden. Es wird öffentliche Funktionen wie Seminar- und Konferenzräume, Labore, Kantine und Sporthalle beherbergen. Um einen Innenhof herum angeordnet, sind diese Bereiche durch ein leicht konkaves, teils geöffnetes Dach verbunden. Auf den Sockelgebäuden schwebend soll es den symbolischen Bogen zum Forschungsschwerpunkt schlagen und sich zum Himmel öffnen – „wie ein startendes Flugzeug“, schreiben die Architekt*innen. (da)
Was eindeutig zu erkennen ist den Entwurf, der für chinesischen Bauherren maßgefertigt ist, der keine Spur von der deutschen Baukultur nachweisen kann. Es würde niemand sich wundern, wenn hinter andere Buchstabenkombination steht
Ob die Welt etwas besser wird, wenn deutsche Architekten nicht mehr in China, Russland, Saudi usw. bauen dürften, weiß ich nicht. Der Gedanke finde ich sehr süß.
Also weg mit den Dachüberständen die alles wieder brav Deutsch einhegen. Dafür allseits noch wilder der chinesisch geschwungene Raumgriff.
Thema ist der Raum darüber, nicht darunter.
Ihr seid herrlich! Seit wann ist bauen nicht politisch? Und wo wenn nicht hier sollten die Produktionsbedingungen von Architektur mit gedacht werden? Und ja, leider, sollte man für Viele eben nicht bauen, dann wäre die Welt ein kleines bisschen besser.
Mein Kommentar war nicht ironisch gemeint. sondern so wie er ist.
Womit der Bauherr seine Brötchen verdient, ist mir recht schnuppe.
Hat mir schon mein sehr geschätzte Professor so mit auf den Weg gegeben.
für wen baut Ihr (wenn überhaupt)?
nur kein Neid