Kaufhaus Tyrol
Grundsteinlegung in Innsbruck
Es ist eine symbolische Grundsteinlegung, die heute in Innsbruck gefeiert wird, und der offizielle Baubeginn des neuen Innsbrucker Kaufhauses Tyrol, einem Gebäude mit tragischer Geschichte und vielen Eigentümerwechseln: 1908 von jüdischen Familien errichtet, fiel es der Reichskristallnacht und dem Krieg zum Opfer und wurde erst in sechziger Jahren wiedereröffnet. Seit 2004 plant ein Investor die Revitalisierung und Neugestaltung des Gebäudekomplexes in der Innsbrucker Innenstadt, der jedoch fast drei Jahre mit den Behörden um eine Baugenehmigung kämpfen musste.
Seit letztem Jahr steht endlich fest, dass der Entwurf von David Chipperfield Architects, die zuvor auch die Fassadengestaltung entwickelt haben (siehe BauNetz-Meldung vom 10. Oktober 2007), realisiert wird – zuvor war der Innsbrucker Architekt Johann Obermoser mit dem Entwurf beauftragt worden.
Jetzt geht’s also los: Der Neubau erstreckt sich auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses über das Blockinnere mit einem zentralen Atrium bis hin zur Erlerstraße. Die geplanten 58.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche sollen bis 2010 realisiert werden.
Das Besondere des Gebäudes ist dabei wohl die Fassade mit den kolonnadenähnlichen Fassadenstützen. Deren große Querschnitte sollen das tektonische Hauptmerkmal des Gebäudes bilden, während die tragende Fassadenstruktur aus mit Naturstein versetzten Betonfertigteilen besteht. Raumhohe Fensteröffnungen sollen laut den Architekten als große Schaufenster über alle Geschosse zwischen dem neuen Kaufhaus Tyrol und der historischen Umgebung vermitteln.
Die Gesamtinvestitionskosten werden mit 155 Millionen Euro angegeben.
und da tut es dann schon gut wenn man kritisch nachfragt, ob das projekt von chipperfield nicht genauso in berlin oder in paris sein könnte... bei coophimmelblaus busan kino center wird z.b. kritisiert dass das ein 2. bmw welt klon wird.. in diesem sinne klont chipperfield ständig. also langweit das doch nur.
der denkmalschutz in innsbruck hat 2005 das gesamte projekt umgekrempelt, denn eigentlich hatte behf gewonnen und auch schon von investorenseite den zuschlag bekommen. jetzt sieht man wieder mal eine langweilige und komplett austauschbare variante von chipperfield. schätze die chipperfields werde auch nochmal so enden wie liebeskind oder gehry. von dem eingeschliffenen stil kommt man irgendwie nicht mehr weg. schon seltsam dass das nun bevorstehende ergebnis besser ins ensemble passen soll. was ist da nur mit dem denkmalschutz los?? wohl länge mal breite geschmiert worden genauso wie hinter der fassade da sitzt der blob von obermoser. grauslich das ganze. aber gefeiert wird es dennoch: als ganz große internationale architektur.
Warum traut sich nur niemand laut zu rufen: "Aber das ist doch einfach nur ein Haufen Schwachsinn!"? Hilfe!