Tramhaltestelle am Berliner Hauptbahnhof
Gruber und Popp gewinnen Wettbewerb
Die Anbindung des Berliner Hauptbahnhofs an den öffentlichen Nahverkehr ist stark verbesserungsfähig. Doch Besserung ist in Sicht. Demnächst sollen auch Straßenbahnen verkehren: Auf dem nördlichen Vorplatz des Bahnhofes an der Invalidenstraße in Berlin Mitte entsteht eine Tramhaltestelle, zu deren Gestaltung nun ein Wettbewerb entschieden wurde.
Da das besagte Areal von besonderer städtebaulicher Bedeutung ist und zudem von besonderer Aufmerksamkeit der Medien begleitet wird, gaben die Berliner Verkehrsbetriebe ein konkurrierendes Gutachterverfahren in Auftrag. Die Durchführung übernahm die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
An dem Verfahren nahmen vier Büros teil, die wie folgt gereiht wurden:
- 1. Rang: Gruber + Popp Architekten, Berlin
- 2. Rang: Sauerzapfe Architekten, Berlin
- 3. Rang: werk A architektur Guntram Jankowski, Berlin
- 4. Rang: Modersohn & Freiesleben Architekten, Berlin
Der Siegerentwurf von Gruber + Popp Architekten besteht aus zwei geschwungenen Stahlbetonschalen, die jeweils einen Bahnsteig überdachen.
Die nach oben verlängerten Längswände des Fahrtreppenschachts stützen die Schalen, deren Flügel auf schlanken Stahlstützen aufliegen.
Die Ausstattung ist einfach gehalten: Auf eine Verglasung zur Straßenseite wird verzichtet, die Sitzmöbel bestehen aus Betonfertigteilen mit Holzauflage. Die Schlichtheit der Gestaltung soll Vandalismus vorbeugen.
Warum man das so gemacht hat, steht auch in der Meldung: "Da das besagte Areal von besonderer städtebaulicher Bedeutung ist und zudem von besonderer Aufmerksamkeit der Medien begleitet wird.." Keinen "Milleniumsbau"? Wieso das?..gibt doch das Berliner "Stadtschloss", für schlappe 500 Millionen, das angeblich die ganze Republik unbedingt befürwortet...Und "überhebliche" Planer?...In welchem Land leben Sie?...Oder lesen Sie nur die Baunetzkommentare?..Da äußern sich allerdings eher weniger echte Planer vielmehr als solche, die es vielleicht mal werden wollen...
Kein Wunder, dass man sich für Gruber + Popp entschieden hat - hier lässt sich wenigstens etwas erkennen!
Ich frag mich manchmal wo bei vielen Planern hier im Lande die Überheblichkeit gegenüber anderen Ländern herkommt? Insebsondere wenn es um Arabiend und Asien geht. Wir haben nicht einen Milleniumsbau, das Geld reicht nur für Erweiterungen und Sanierungen, es werden Wettbewerbe für ein kleines Flachdach ausgelobt. Da lachen dann die Planer in anderen Ländern doch zuletzt.