Maternusplatz
Geschäftshaus in Köln fertig
Am Maternusplatz im Kölner Stadtteil Rodenkirchen war jahrzehntelang ein Parkplatz. Doch das ist jetzt vorbei: Die vom Kölner Büro JSWD Architekten (Jaspert Steffens Watrin Drehsen) geplante Umgestaltung des Platzes ist jetzt mit der Fertigstellung eines fünfgeschossigen Geschäftshauses an der Westseite zum Abschluss gekommen. Das Gebäude gibt dem Platz erstmals eine klare Raumkante.
Das neue Ensemble besteht aus zwei parallel angeordneten Gebäuden. Im Erdgeschoss des vorderen Baukörpers sind Gewerbeflächen untergebracht, die vier Etagen darüber bezieht das Architekturbüro JSWD selbst. Auf dem Dach des Hauses befindet sich eine Terrasse, von der aus man ganz Rodenkirchen überblickt.
Im rückwärtigen, viergeschossigen Gebäude richtet ab März die Polizei eine neue Bezirkswache ein. Im Erdgeschoss entstehen Läden, in den oberen Etagen Wohnungen.
Die Architekten erläutern: „Um innerhalb des städtebaulichen heterogenen Umfeldes zu vermitteln und einen räumlichen Ruhepol zu schaffen, entschieden wir uns für einen schlichten, von weißen Putzflächen bestimmten Baukörper. Dessen neutrale, nur von den großformatigen Fenstern belebte Erscheinung wird akzentuiert durch anthrazitfarbene, plastisch aus der Fassade hervortretende Fensterfassungen. Sie suchen den Kontrast zum neutralen, ansonsten glattkantigen Kubus der beiden Gebäude. “
Die Betrachter werden dieses - für kurze Zeit - modische Fassadengewand genauso wenig "nachhaltig" finden, wie die Sichtbetonorgien der 70er Jahre, die Postmodernisten der 80er Jahre und all die anderen sich in immer schnelleren Intervallen ablösenden Architekturmoden.
Und den weißen Putz werden häßliche schwarze Wasserstreifen zieren, die an den Seiten der ausgestülpten Fensterkästen die Fassade hinablaufen.
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