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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Firmensitz_bei_Basel_von_Christ_Gantenbein_5328376.html

19.02.2018

Aluminium zwischen Kirschbäumen

Firmensitz bei Basel von Christ + Gantenbein


Auf Wikipedia heißt es zur Wirtschaft des Schweizer Örtchens Arisdorf im Kanton Basel-Landschaft, es sei ein „ausgesprochenes Bauerndorf mit auffallend vielen Kirsch- und Apfelbäumen“. Da ist der anonymen Verfasserin wohl die List Technology AG entgangen. Denn die Firma operiert von dem knapp 1.700-Einwohner-Dorf bei Basel aus weltweit – mit Dependancen in Korea, Indien, China und Deutschland. Christ & Gantenbein (Basel) haben für den Hauptsitz der Firma in Arisdorf ein neues Gebäude mit Showroom, Büros und Auditorium entworfen. Vielleicht wird der auffällige Neubau mit Anleihen aus der Industriearchitektur in Zukunft für eine Aktualisierung des Wikipedia-Eintrags sorgen.

Sechs tragende Wände legten die Architekten an den sanft abfallenden Hang des Grundstücks und entwickelten daraus eine komplexe Gebäudefigur mit gleichsam klarer Struktur: Fünf Gebäudeflügel fächern radial aus und den Hang hinab. Jedem Flügel ist eine andere Funktion zugeordnet: Büros, Konferenzräume, Auditorium. Durch eine Sichtbetonwand trennten die Architekten die Spitzen von dreien der fünf Flügel ab. Diese abgekoppelten Räume – lediglich von innen über Rundfenster einzusehen – sind technischen Experimenten und Präsentationen vorbehalten. Unter den drei Laboren befinden sich wiederum Garagen, die selbst für Lastwagen angemessen sind, um große Gerätschaften anliefern zu können.

Die tragende Struktur des 2.700 Quadramter-Baus besteht aus einem Metallrahmen auf einem Betonfundament. Die Innenräume sind mit perforiertem Aluminium verkleidet, Glaswände trennen die Räumlichkeiten voneinander ab. Außen ist der Bau markant: Er ist komplett mit glatten Aluminiumpaneelen verkleidet. Die langen Flügel schließen die Architekten jeweils mit einem Pultdach ab. Das Ergebnis deutet stilistisch so sehr auf Industrie und Gewerbe hin, dass man eher meint, im Industriegürtel von Basel zu stehen als in einem Bauerndorf. (sj)

Fotos: Stefano Graziani


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An der Schmalseite des Hauses liegt der Eingang, von dem aus sich die fünf Flügel auffächern.

An der Schmalseite des Hauses liegt der Eingang, von dem aus sich die fünf Flügel auffächern.

Aluminiumplatten und Pultdächer prägen den Neubau.

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Das Rundfenster in der Sichtbetonwand erlaubt Einblick in die technischen Präsentationsräume.

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