Hommage an die Fischerhütte
Ferienhaus von Pedro Henrique Arquiteto in Esmoriz
An der portugiesischen Küste südlich von Porto liegt die kleine Gemeinde Esmoriz. Architektonisch wurde sie seit dem 19. Jahrhundert von Fischerhütten geprägt, von denen allerdings heute nur noch vereinzelte Exemplare erhalten sind. An dieses bauliche Erbe der Region wollte das in Santa Maria da Feira ansässige Büro Pedro Henrique Arquiteto mit einem im vergangenen Jahr realisierten privaten Ferienhaus anknüpfen.
Im Auftrag eines Paares plante das Büro den zweigeschossigen Bau mit einer Fläche von 160 Quadratmetern. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Küste. Für die Neuinterpretation der Palheiro genannten Fischerhüttentypologie, wählte das Büro eine Konstruktion aus Beton. Die Fassadenstruktur wird jedoch maßgeblich von der groben Holzschalung definiert und verweist auf die traditionelle Bauweise aus Holz. Sie erinnert dabei auch an ein früheres Projekt des Büros, ein Einfamilienhaus in Arrifana.
Holzstege, die an selbige entlang des Küstenstreifens erinnern sollen, bilden zugleich Erschließung als auch die Terrasse des aufgeständerten Gebäudes aus. Über schottengleiche Zugänge aus Holzlamellen erfolgt von dort aus der Zutritt ins Feriendomizil. Den weitgehend offen und luftig gehaltenen Innenraum betritt man zunächst über die Wohnküche, die sich zu zwei Seiten hin öffnet. Dahinter sind ein Bad und ein Schlafzimmer untergebracht. Im hell gestalteten Innenraum dominieren Holzeinbauten sowie die sichtbare Deckenkonstruktion aus Brettsperrholz.
Aufgebrochen wird dies durch eine Treppe aus Cortenstahl, die mit einem Versprung über der Arbeitsplatte inszeniert wurde. Markant gesetzte Oberlichter sowie die Materialwahl ergänzen diesen Ansatz. Im Obergeschoss unter dem Satteldach befinden sich ein Wohnbereich, Stauflächen sowie ein weiteres Schlafzimmer und Bad. Als Baukosten für das Projekt werden 300.000 Euro angegeben. (sla)
Fotos: Ivo Tavares
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Die größte Hirnlosigkeit ist aber tatsächlich die Treppe über der Küchenarbeitsplatte. Nicht nur, dass diese über der Arbeitsplatte schwebt, sondern dass die glatte Platte auch selber ein Tritt ist, ist schon eine echt dumme Erfindung. Ich finde diese Details tun echt weh. Geschmackvolle Materialien und Objekte findet jeder in einschlägigen Möbelkatallogen und kann sich das mit genügend Geld auch zusammenkaufen. Aber das ganze dann sinnvoll zu fügen und in einen Raum zu gießen, braucht dann halt doch etwas Verstand. Irgendwie schade für dieses hübsche Projekt, das ein Kleinod sein könnte, zumal die Baukosten überzeugen.
160 m² Fläche, aber keinen anderen Platz für die Treppe gefunden als eingequetscht über der Küchenzeile? In einem ohnmobil oder einem Tiny-House ist das vielleicht verkraftbar, aber hier absolut unangebracht. Und dann die Frage nach der Möblierung des OG.. also bei den Sportlichen Dachschrägen hätte ich persönlich keine Lust mich in dieses Claustrophobisch enge Bett zu quetschen. Andererseits lässt der Raum scheinmar nciht wirklich Möblierung in der Raummitte zu, weil hier die einzig möglichen Verkehrsflächen liegen. Für mich ein Paradebeispiel von 'Teuer ist nicht gleich gut'
Chapeau!
aussen beton mit "holzstruktur, schön gemacht. aber dann: innen wieder "saunaclub" mit hellem holz schade