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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Europaeisches_Patentamt_von_Jean_Nouvel_und_Dam_Partners_in_Rijswijk_5567746.html

19.12.2018

Schlank und geheim

Europäisches Patentamt von Jean Nouvel und Dam + Partners in Rijswijk


Holland – scheinbar endlose, flache Weite. Fährt man allerdings zwischen den Großstädten Delft und Den Haag auf der Autobahn A4, zeigt die Agglomeration eine sich auftürmende Skyline aus teilweise strukturalistischen Hochbauten der 1970er Jahre. Diese wurden kürzlich um einen eleganten Glasbau von Ateliers Jean Nouvel (Paris) in Zusammenarbeit mit Dam & Partners (Amsterdam) erweitert.

Dass die Bilddokumentation im Vergleich zum Turm La Marseillaise, den das Büro Nouvels kürzlich in der französischen Hafenstadt fertigstellte, eher dürftig ausfällt, mag in der Natur des Bauherrn und Nutzers des Gebäudes begründet liegen: Das Europäische Patentamt (EPA) mit Hauptsitz in München ist schließlich von Amts wegen der Geheimhaltung verpflichtet. Der gläserne 27-Stöcker und sein ebenso langes, aber nur vier Geschosse hohes Nachbargebäude ersetzen den ehemaligen Turm am gleichen Standort, den die EPA-Behörde seit Beginn ihrer mittlerweile 40-jährigen Geschichte in Rijswijk, einem Vorort von Den Haag, nutzte. Schon die Vorgängerorganisation Institutes International des Brevets (IIB) war in dem Büroturm untergebracht, kein Wunder, dass es an der Zeit für ein Update war.

So wenig Bildmaterial, so viele Superlative: Der neue Sitz der EPA-Zweigstelle Den Haag sei die schlankste und höchste Konstruktion aus Glas und Stahl in ganz Europa, so Architekt Diederik Dam. Die größte Stahlkonstruktion, die jemals in der Niederlanden gebaut wurde, – 10.000 Tonnen Stahl wurden verarbeitet, wie die Pressemitteling weiter verrät – ist außen mit 960 halbreflektierenden Glaspaneelen bestückt, die Hollands Landschaft, den Himmel und angeblich sogar die nahe Nordsee widerspiegeln sollen. Die Fassade des flacheren Bauwerk ist von weitaus mehr Farbeinsatz gekennzeichnet. Es umfasst einen Restaurantbereich, acht Tagungsräume und Fitnessstudios.

Die Kosten der neuen Bürogebäude unterliegen keiner Geheimhaltung: 205 Millionen ließ sich das EPA seine als „größte Einzelinvestition der Firmengeschichte in den Niederlanden“ bezeichneten Neubauten kosten. (kms)

Fotos: Ronald Tilleman, Ossip van Duivenbode


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Das neue Bürogebäude des EPA bei Den Haag erscheint schlank und puristisch,

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am flacheren Nachbarbau kommt mehr Farbe zum Einsatz.

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