Farbiger Barcode
Eröffnung eines Bürogebäudes in Heilbronn
Vielen Städten in Westdeutschland sieht man auch heute noch die starken Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und den schnellen Wiederaufbau der Nachkriegszeit deutlich an. Ein besonders gutes oder wohl eher trauriges Beispiel dafür ist die Stadt Heilbronn, die statt der ursprünglichen, teilweise als Blockrandbebauung ausgebildeten Innenstadt, heute viele stark zerklüftete innerstädtische Areale aufweist.
Der Neubau des von Hascher Jehle Architekten (Berlin) kürzlich fertig gestellten Büroanbaus an den Bestandsbau des Heilbronner Landratsamts aus den 1970ern versucht, ein solches Areal städtebaulich zu „schließen“.
Der in horizontaler Schichtung entwickelte neue Baukörper nimmt die Baufluchten und Bauhöhen der Umgebung auf. Eine Höhendominante wird von einem Hochhauswürfel gebildet, der sich durch eine taillenartige Einschnürung vom langgestreckten Gebäuderiegel abhebt, und mit dem die Architekten ein Signet für das Landratsamt im Stadtraum erzielen möchten. Am Kreuzungspunkt zwischen Alt- und Neubau befindet sich der neue Haupteingang.
Der Neubau konzentriert die bisher verstreut gelegenen Ämter mit etwa 400 Mitarbeitern in einem Gebäude. Ihre neuen Arbeitsplätze sind nun in Einzel- oder Doppelzimmern entlang eines Mittelflures angeordnet.
Die Fassade des Neubaus ist horizontal durch Fensterbänder im Wechsel mit aluminiumbekleideten Brüstungen gegliedert. Im Bereich der Fensterbänder reihen sich feststehende Glaselemente – transparent oder opak –, Aluminiumpaneele, vorgelagerte Schallschutzlamellen und geschlossene Außenwandbereiche unregelmäßig aneinander und sollen so auf den vorbeifahrenden Autofahrer wie ein farbiger Strichcode wirken. Nachts wird dieses Konzept durch in die Fassade integrierte LED-Bänder fortgesetzt.
Bildnachweis: Svenja Bockhop, Berlin
Schlecht, schlecht und schlecht bedarf doch einer eingehenderen Betrachtung. Wo bleibt dabei eine differenzierte Auseinandersetzung nebst sprachlicher Kompetenz, an Hand derer wir deiner Kritik auch nur ein Fünkchen Fachverstand entnehmen können?
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Zum Thema: Gerade an Details erkennt man Bauten, die Jahre überdauern können. Und gerade die Details der Bauten von Hacher Jehle sind es, die zu überzeugen wissen. Solide Architektur, vielleicht manchmal modisch, aber immer mit Bedacht gesetzt, im Einklang mit dem Bauherrn umgesetzt und eben deshalb in letzter Konsequenz gut, gut, gut.
Schlechtes Volumen, schlechte Setzung, schlechte Proportionen, grauenhafte Farben, lächerliche postmoderne Zitate und eine noch lächerlichere Farbenorgel in der Nacht. Von miesen Details wollen wir gar nicht anfangen zu reden ...
da hilft leider auch die schöne farbe der akzente nix.
wir bleiben optimistisch