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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Eroeffnung_der_japanischen_Botschaft_in_Berlin_9149.html

20.06.2001

Neu vertreten

Eröffnung der japanischen Botschaft in Berlin


In Berlin-Tiergarten wird am 20. Juni 2001 in Anwesenheit von Bundesaußenminister Joschka Fischer die Japanische Botschaft offiziell eingeweiht.
Der japanische Architekt Ryohel Amemiya (Tokio) hat in Zusammenarbeit mit dem Berliner Büro von Hentrich, Petschnigg und Partner (HPP) ein 1938- 1942 von Ludwig Moshamer erichtetes Gebäude für die Erfordernisse der Botschaft umgebaut und erweitert.

Als Bündnispartner in der Achse Berlin-Rom-Tokio hatte Japan ein Grundstück an prominenter Stelle des Diplomatenviertels erhalten (direkt nebenan baute Italien). Moshamer plante ein zweiteiliges Ensemble mit einem repräsentativen Hauptgebäude und einem zurück gesetzten Kanzleitrakt. Zur Tiergartenstraße hin zeigte das Gebäude eine streng achsensymmetrische, einheitlich gestaltete Fassadenfront, die typisch für die Architektursprache der Zeit war.
Ende der 80er Jahre wurde das im Krieg stark beschädigte Botschaftsgebäude von den japanischen Architekten Kisho Kurokawa und Tagji Yamaguchi durch eine originalgetreue Rekonstruktion am selben Ort ersetzt. Von 1988 an wurde das Haus vom japanisch-deutschen Kulturzentrum genutzt, das seit Juli 1998 einen eigenen Neubau (siehe BauNetz-Meldung vom 3. Juni 1998) in Berlin-Zehlendorf bezogen hat.

Der Erweiterungsbau, der auf dem 14.000 Quadratmeter großen Grundstück der Vertretung entstand, nimmt die Formensprache und Materialität des Bestandes auf und ergänzt sie durch neue Architekturelemente. Neben einem viergeschossigen kubischen Bürotrakt entstand ein eingeschossiger Anbau, der von einem ellipsenförmigen Konferenzsaal gekrönt wird. Das Zentrum des Erweiterungsbaus an der Hiroshimastraße bildet ein lichtdurchfluteter überglaster Innenhof. Um ihn gruppieren sich die Räume für die konsularische Abteilung. Der monumentale Altbau an der Tiergartenstraße soll in Zukunft für Repräsentationszwecke genutzt werden.

Eine Aufnahme des Gebäudes an der Tiergartenstraße, eine Aufnahme der Außentreppe sowie eine Innenraumaufnahme sind als Zoom-Bilder hinterlegt.
Quelle: Japanische Botschaft (1) / Michaela Boguhn (3).

Ausführliche Informationen zu diesem Projekt finden Sie in der BauNetz-Übersicht „Botschaftsbauten und Landesvertretungen in Berlin”.
Viele Hintergrundinformationen zur Geschiche und Architektur der Vertretung bietet außerdem die im Stadtwandel Verlag erschienene Broschüre „Die neuen Architekturführer Nr. 28 / Botschaft von Japan“. Sie kann für fünf Mark per eMail unter der Adresse stadtwandel@t-online.de bestellt werden.


Zu den Baunetz Architekten:

HPP Architekten GmbH


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