Der Tagi baut an
Entwurf von Shigeru Ban in Zürich
Der Tages-Anzeiger, liebevoll „Tagi“ genannt, ist die größte Zeitung Zürichs. Am Mittwoch gab das Medienunternehmen Tamedia, das unter anderem den „Tagi“ herausgibt, Pläne für einen Neu- und Erweiterungsbau seines Stammsitzes an der Zürcher Werdstraße bekannt. Der Entwurf für den Bau mit einer Fassade aus Glas und einer Tragstruktur aus Holz stammt von dem japanischen Architekten Shigeru Ban .
Der Bau soll sich „harmonisch in seine Umgebung einfügen und einen hochwertigen Beitrag zur Architektur im Stadtzentrum Zürichs leisten“, so ein Sprecher des Bauherrn. Das Mansarddach des Glasbaus nehme die architektonische Sprache des Quartiers auf, die Gebäudehöhe entspreche der üblichen Blockrandbebauung, so der Sprecher weiter. Unnötig zu erwähnen, dass das Gebäude „konsequent nach Kriterien der Nachhaltigkeit“ gebaut werde.
Noch im Jahr 2009 sollen die Bauarbeiten beginnen; ab 2011 sollen die ersten Redaktionen und Verlage einziehen.
Ich sehe ein Walmdach, welches oben abgeschnitten ist. Eine Mansardlinie sehe ich hier nicht - es sei denn, es ist ein Mansard-Walmdach mit extrem flachem oberen Teil. Wahrscheinlich ist es ein Flachdach mit Walmdachrand, was man auch als Pseudo-Walmdach bezeichnen koennte. So weit haben wir uns von Dachformen entfernt, dass wir sie mittlerweile nicht einmal mehr richtig bezeichnen koennen. Unser Berufsstand - seit Jahrzehnten auf Tiefstand. Erbaermlich in jeder Hinsicht.
das wäre doch sehr schade, immer nur dasselbe zu machen... mehr experimente, mehr innovationen - sonst bleiben wir stehen....
War das die Idee des Amtes für Städtebau oder des Tagi? Da scheint doch ersteres wahrscheinlicher. Ob ihnen das der Legislaturschwerpunkt der Zürcher Stadtverwaltung für qualitativen Städtebau eingeflüstert hat?