Schaukelnde Schale
Einheitsdenkmal-Wettbewerb in Berlin entschieden
Gestern Nachmittag hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann den endgültigen Gewinner des Wettbewerbs für das Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin verkündet. Gewonnen haben, wie vorab schon vermutet, die Stuttgarter Architekten und Szenografen Milla und Partner mit der Berliner Choreografin Sasha Waltz. Diese schlagen eine Art Riesenwippe vor: Unter dem Titel „Bürger in Bewegung“ soll eine große begehbare goldene Schaukel am Schlossplatz an die deutsche Einheit erinnern: Kein starres Denkmal also, sondern eine Interaktion im Stadtraum.
Kaum ein Wettbewerb hat im Vorfeld für soviel Turbulenzen gesorgt, wie dieser. Vier Jahre wurde insgesamt über die Umsetzung und Konzepte gestritten – lange konnte man sich zwischen den drei Preisträgern der zweiten Runde nicht entscheiden (siehe BauNetz-Meldung zum Vorentscheid vom 4. Oktober 2010). Nun könnte man eigentlich aufatmen und froh sein, dass Berlin von knieenden Riesenmännern oder einem überdimensionalem Dach aus Wörten verschont bleibt. Wenn die Waage am Ende auch wirklich schaukeln darf, wird die Skulptur sicher, ähnlich dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas von Peter Eiseman bei Besuchern auf reges Interesse stoßen und viel besucht werden.
Für die Realisierung der Statik werden Sasha Waltz und Milla & Partner mit den Stuttgarter Ingenieuren Leonhardt, Andrä und Partner zusammen arbeiten.
nie wat´ von jehört ?
Jedoch haben einige "klassische" Architekten, dass muss hier zur Ehrenrettung gesagt werden, deutlich bessere Beiträge abgeliefert. Und sei es nur der "Neo-Chillida" des alten Herrn Böhm gewesen eine um wie viele Klassen bessere Skulptur!
die entwürfe beweisen, dass dieser auftrag nicht zu erfüllen, die frage nicht zu beantworten war. schade, dass trotzdem IRGENDWAS gebaut werden muss, und sei es auch nur die demokratie als gaukelei. und: ich glaube nciht, dass das durch den tüv kommt. am ende wird die schale entweder kaputt sein oder still gelegt werden müssen - und was bleit dann??