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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-EXPO-2000-Wettbewerb_des_Deutschen_Pavillons_entschieden_2411.html

18.07.1997

Überraschung für die Jury

EXPO-2000-Wettbewerb des Deutschen Pavillons entschieden


Der Deutsche Pavillon bei der Weltausstellung im Jahr 2000 wird nach einem Entwurf des 30 Jahre alten Stuttgarter Architekten Florian Nagler errichtet. Seine Arbeit zeichne sich durch unverwechselbare Eigenständigkeit und eine kraftvolle Struktur aus und verkörpere Botschaften wie Offenheit und Vielfalt für die Bundesrepublik Deutschland, betonte Birgit Breuel, die zusammen mit weiteren 18 Jurymitgliedern den Siegerentwurf (180.000 DM) in zweiter Runde aus insgesamt 321 Beiträgen herausfilterte. Der zweite Preis (je 120.000 DM) ging zu gleichen Teilen an das Stuttgarter Büro Mahler, Günster & Fuchs und an den Londoner Richard Horden. Der dritte Preis (90.000 DM) ging an den Wiener Ernst Mayr, den 4. Preis vergab die Jury an den Berliner Collignon Fischötter (70.000 DM). Charakteristisch für den Siegerentwurf sind 28 in gleichem Abstand plazierte Türme, sie bilden die Grundstruktur für die Überspannung des Pavillons. In jedem dieser 20 m hohen Türme aus Beton können neben Erschließungsanlagen auch Bars, Sanitärräume, Informationscounter und Ausstellungsräume eingerichtet werden. Die Türme an den Fassadenseiten sind mit Tragwerken aus Holz, im Inneren aus recylingfähigen Materialien miteinander verbunden. Zwischen den Türmen schweben die eigentlichen Nutzvolumen in gläsernen Quadern.Es ergibt sich somit eine nur teilweise Überdachung der Grundstücks und ein Erdgeschoß, das auf vielfältige Weise durchwegt werden kann: Das Empfangsgebäude wird als nationale und internationale Begegnungsstätte der EXPO den Dreh- und Angelpunkt schlechthin bilden. Zwischen dem Haupteingang und den Pavillons der europäischen Staaten wird das Bauwerk an erster Stelle auf dem EU-Boulevard mit Millionen Besuchern rechnen müssen. Baubeginn des Deutschen Pavillons ist Frühjahr 1998, die Finanzierung ist gesichert. Bund, Länder und Wirtschaft teilen sich die Gesamtkosten in Höhe von 280 Millionen DM. Davon betragen die reinen Baukosten rund 56 Millionen DM. Der Siegerentwurf ging gestern noch per Kurier ans Bundeskanzleramt.

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