Chamäleons im Hafen
Diener + Diener-Wohntürme in Antwerpen
Wie die meisten Hafenstädte in diesen Tagen, versucht auch das belgische Antwerpen Teile seiner weiträumigen Hafen- und Industrieanlagen durch Wohn- und Kulturbauten zu revitalisieren. Ein erster Baustein dazu wurde kürzlich fertiggestellt: zwei Wohntürme, nördlich der Antwerpener Innenstadt, entlang des Kattendijkdok, geplant und realisiert vom Berliner Büro von Diener + Diener Architekten (Basel/Berlin).
Das Projekt Westkaai-Türme 1 + 2 stellt mit 84 Wohnungen den ersten von drei Bauabschnitten dar. Die Türme 3 + 4, nach Plänen von David Chipperfield, Berlin, und die Türme 5 + 6 von Gigon/Guyer, Zürich, werden in Abständen von ein bis zwei Jahren folgen.
Das Büro schreibt zu seinem Projekt: „Auf dem 366 Meter langen und 40 Meter breiten Grundstück entlang des westlichen Kais am Kattendijkdok sollen sechs Wohnhäuser mit einer Höhe von 60 Metern und einer Grundrissfläche zwischen 400 und 600 Quadratmetern entstehen. Die Hochhäuser kündigen die beginnende Urbanisierung des Hafens an, und ihre Position markiert die vor kurzem eingeführte Kulturachse zwischen der Altstadt und dem Hafengebiet im Norden.“
Während das erste Hochhaus direkt auf der Baulinie entlang der Uferpromenade, zehn Meter von der Wasserkante entfernt steht, wurde der zweite Turm versetzt etwas landeinwärts platziert. Die Umgebung aus Bauten gegensätzlicher Maßstäbe besteht aus Reihen heterogener Reihenhäuser, die einen Kontrast zu den niedrigen, großen Lagerhäusern der Docks bilden.
Die Architekten: „Sehr wichtig für uns war der vor Ort vorhandene Maßstab und das Reagieren auf das teilweise industrielle Umfeld. Daraus entwickelten wir das Prinzip der Stapelung, bei denen elf verschieden große Appartements zu sieben verschiedenen Geschosstypen zusammengelegt wurden. Sie bilden jeweils eine Einheit, die mindestens zweimal und höchstens viermal übereinander gestapelt ist, bevor sie von einem anderen Geschosstyp abgelöst wird.“ Auf den Fassaden der beiden Wohntürme bilden sich durch dieses Prinzip der Stapelung in der Vertikalen Reihen und Versätze ab.
Die Fassaden der Türme bestehen aus industriell hergestelltem Gussglas, mit einer dahinter liegenden Verkleidung aus eloxierten Aluminiumblechen. Bei Turm 1 wurden diese in Gold, bei Turm 2 in Silber ausgeführt. Je nach Tageszeit, Wetterlage und Blickachse ergibt sich eine konstante Veränderung der Farbigkeit, Durchlässigkeit und Reflektion des Materials. Diener + Diener: „Betrachtet man die Türme unter bewölktem Himmel schräg von der Seite, tritt das zurückgeworfene Licht in den Vordergrund und verdeckt die subtile Farbdifferenz. Das dem Material Glas eigene Grün mischt sich mit dem reflektierten Himmel, und die beiden Türme sehen identisch aus. Bei anderem Wetter benehmen sich die Bauten wie Chamäleons: Mit jeder Tageszeit und jeder Wetterlage verändern sie ihre Farbe und wechseln von stumpfem Grau und Wassergrün zu Bernstein und glitzerndem Gold.“
Fotos: Christian Richters
.... oh ... ist die fügung der platten, sind die anschlüsse zu den anderen bauteilen keine details ...? .... oh ... ostblock ist ein definierter begriff ... siehe z.b. wikipedia ... ....oh ... östlich vom äquator ... soll wohl ein scherz sein ...?? .. da sich der äquator ja auf der ost-west-achse befindet ... bild nr. 2 zeigt die fassade ...sieht nach hightech aus nicht nach "billigwirkenderschmutz-streifenfassadenverkleidung" ... so wie die bleche in der oberfläche beulen ... kann das weder von der konstruktion noch materialwahl hightech sein ... einfach nur hässlich ... abweisend ... und nicht toll gemacht .... darüber brauchen wir nicht in ein paar jahren diskutieren ... schau sie dir adann aber wirklich mal an ... dann lernst du wie so etwas dann aussieht ....
und wo ist denn der ostblock? östlich vom äquator? bild nr. 2 zeigt die fassade. sieht nach hightech aus nicht nach "billigwirkenderschmutzstreifenfassadenverkleidung" lass uns in ein paar jahren nochmal drüber diskutieren.....
hm, un wie viele laien sind typischerweise einwohner einer stadt? 80, 90, 95%? ich gebe zu, dass die idee der stapelung und die sich daraus ergebende sprungwirkung der fensterachsen in der theorie interessant ist, aber die praktische umsetzung finde ich nicht gelungen, zumal das verhältnis zwischen fassadenfläche/fensteröffnung nicht wirklich sexy ist. noch dazu könnte der turm eine besser herausgearbeitete erdgeschosszone haben, das sieht mir sehr nach regelgeschosshöhe aus und erdrückt das ganze ein bisschen. generell finde ich aber das massen- und größenverhältnis gelungen, weder zu groß, noch zu klein