Bezahlbar wohnen am Stadtgut Hellersdorf
DMSW und Arnold und Gladisch in Berlin
Wenn es um Sozialwohnungsbau in Berlin geht, ist die ARGE DMSW Architekten und Arnold und Gladisch ein eingespieltes Team. Vor knapp vier Jahren stellten wir ein Ensemble der beiden Berliner Büros an der Lion-Feuchtwanger-Straße in Kaulsdorf vor, ein Jahr danach das Nachverdichtungsprojekt Theodor Quartier in der Großwohnsiedlung Märkisches Viertel. 334 beziehungsweise 388 Wohnungen bieten die beiden Wohnanlagen, die im Auftrag der landeseigenen Gesobau entstanden.
Ebenfalls im Auftrag der Gesobau entstand die Wohnanlage Kastanienallee im Quartier Stadtgut Hellersdorf. Ihre Fertigstellung im vorletzten Jahr markiert den Abschluss des Gesamtprojekts Stadtgut Hellersdorf, an dem seit Anfang 2020 gebaut wurde. Für die Gesobau ist das 13,5 Hektar umfassende Projekt mit seinen circa 1.500 Wohnungen rund um das historische Stadtgut das größte zusammenhängende Neubauprojekt ihrer jüngeren Geschichte.
448 der insgesamt 1.5000 Wohneinheiten liegen in den 14 Häusern von DMSW und Arnold und Gladisch. Jedes der beiden Büros realisierte je sieben Häuser. An den Rändern des Areals entstanden Zeilenbauten, in der Mitte der von bbz landschaftsarchitekten (Berlin/Bern/Freiburg) gestalteten Anlage stehen sieben Solitäre. Der Zeilenbau im südöstlichen Eck des Ensembles dient als Studierendenwohnheim und bietet 84 Wohneinheiten in 40 Wohnungen.
Darüber hinaus findet sich in den Bauten eine Mischung von 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen, die zwischen 31 und 110 Quadratmeter groß sind. Dass sich das Ensemble an junge Familien richtet, zeigen auch die reichlichen Spielplatzflächen zwischen den Häusern. Insgesamt entstanden 28.840 Quadratmeter Wohnfläche.
Einer der wichtigsten Aspekte einer solchen Anlage ist sicherlich die soziale Komponente. 135 der 448 Wohneinheiten werden als geförderte Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein (WBS) zu einer Nettokaltmiete ab 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet.
Für DMSW und Arnold und Gladisch gehört die Kastanienallee nur zum kleineren Teil ihres Bauvolumens im Quartier Stadtgut Hellersdorf. Denn am nördlichen Rand des Quartiers an der Zossener Straße bauten sie weitere 676 Wohneinheiten mit insgesamt 44.000 Quadratmetern Wohnfläche. Alle Aufträge gehen auf VgV-Verfahren zurück. Zu den Baukosten der Wohnungsbauten schweigt sich die Gesobau aus „vergaberechtlichen Gründen“ aus. Das namensgebende Stadtgut wurde übrigens ebenfalls durch die Gesobau entwickelt. Hier liegt nun ein neuer, großer Quartiersplatz. (gh)
Fotos: Werner Huthmacher
- Bauherrschaft:
- Gesobau
- Fläche:
- 28.840 m²
Aber schlecte Grundrisse - richtig schlechte Grundrisse! bleiben halt schlechte Grundrisse. Und das kann man dem Budget nicht immer anlasten. Getrennte Küchen meinetwegen, aber dann doch bitte vernünfig geplant.
Verschachtelt, Flur um die Ecke, Möglichkeiten das Bett zu platzieren... etc. Da ging bei der degewo z.B. vor acht Jahren wesentlich mehr und in wesentlich besserer Qualität. Schade für die Leute die da wohnen müssen.