Gegen Leerstand im ländlichen Raum
Bundesweiter Wettbewerb gestartet
„Lost places braucht eine Kommune höchstens an Halloween“, erklärt Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) und führt weiter aus: „Wir haben in Deutschland über zwei Millionen leerstehende Immobilien – das sind vielleicht die Wohnräume von morgen“. Wie leerstehende Wohnungen, Bauernhäuser, Bahnhöfe oder Werkhallen in neuen Wohnraum verwandelt werden können, soll der Wettbewerb „Aus LEER wird MEHR“ zeigen, den das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zusammen mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR kürzlich ausgelobt hat.
Der Wettbewerb ist Teil der „Handlungsstrategie Leerstandsaktivierung“, die Anfang des Jahres die damalige Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) vorgestellt hatte. Ausgezeichnet werden bei „Aus LEER wird MEHR“ Projekte und Maßnahmen, die leerstehende Gebäude in ländlichen Räumen erfolgreich in neuen Wohnraum verwandelt haben oder zur Belebung beitragen. Auch kluge Öffentlichkeitskampagnen seien willkommen, heißt es. Zur Teilnahme berechtigt sind unter anderem Gemeinden und Landkreise, Wohnungsunternehmen und Privatpersonen – vorzugsweise natürlich aus Regionen, die stark von Leerstand betroffen sind.
Wer mitmachen will, muss schnell sein, denn die Teilnahmefrist endet bereits am Freitag, 17. Oktober 2025. In einer ersten Runde werden die 15 besten Einreichungen ausgewählt. Eine zweite Wettbewerbsrunde Mitte 2026 soll über die drei Siegerprojekte entscheiden, die neben einem Preisgeld von 1.500 Euro ein professionell produziertes Imagevideo erhalten. Alle eingereichten Beiträge werden zudem auf dem Portal www.potenzial-leerstand.de veröffentlicht.
Weitere Informationen zum Wettbewerb auf der Webseite des BBSR.
Die BauNetz WOCHE #590 hat den erfolgreichen Umgang mit Leerstand in Wittenberge, Zeitz und Luckenwalde vorgestellt.
Ebenfalls Teil der „Handlungsstrategie Leerstandsaktivierung“ ist die Kleinstadtakademie in Wittenberge.
auch wenn das hier kein politischer talk ist, muss ich dem quatsch entgegenhalten:
ziel muss es sein, dass personen das bürgergeld nicht brauchen, sprich arbeiten gehen. für ausreichend geld.
und da diese arbeitsplätze meist NICHT in den wenig besiedelten gebieten sind geht das nach hinten los und zementiert die situation nur weiter und führt ja teils schon in vororten zu ghettoisierung.
der kausalzusammenhang ist ja: nix arbeit, weniger leute. oder: viel leute, arbeit plötzlich weg (ruhrgebiet)
beides nicht schön
Die Kommunen bekommen die Mittel, sich um den Leerstand zu kümmern und potentiellen Nutzern zu brauchbaren Konditionen zur Nutzung oder zum Selbstausbau zur Verfügung zu stellen.
Haushalten e.V. hat es in Leipzig vorgemacht.
Im Ausland gibt es da mehr Initiativen, vermutlich weil es da irgendwann überhaupt nicht mehr um Geld geht mangels masse (Griechenland?!).
Das kostet zwar erstmal Geld, bringt aber langfristig sogar etwas ein, da attraktivere Orte Menschen zum BLeiben verleiten, womit die Infrastruktur Sinn macht, es auf einmal wieder Läden und Schulen und Kindergärten gibt und Busse, die häufiger als zweimal am Tag fahren.
Im Speckgürtel von Berlin konnte mensch so etwas beobachten, erst Abbau von 10-15 Jahren und dann alles wieder zurück, als es sich auf einmal "lohnte".
Also:
Machen!