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29.11.2012

Aufweitung der Teeküche

Bürogebäude von BOF in Salzgitter eingeweiht


Der Lamellen-Trend für Office-Bauten ist noch nicht vorbei. Auch die neue Technikzentrale des Energiekonzerns EON Avacon AG im niedersächsischen Salzgitter hat eine Fassade aus drehbaren Sonnenschutzelementen, damit die Mitarbeiter nicht geblendet werden. Der Entwurf zu dem Bürobau stammt von dem Hamburger Büro BOF Architekten, das im Dezember 2009 den geladenen Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Ende August wurde der Neubau fertig gestellt und bezogen. 

Die neue Technikzentrale greift den Grünzug im Süden des Baugrundstücks auf und führt diesen in Form einer Parklandschaft fort. Die Architekten erzeugen auf diese Weise einen „Missing Link“ zwischen der Fußgängerzone und dem Salzgittersee. Im Erdgeschoss des Gebäudes befinden sich Empfang und Kantine. Dahinter erreicht man durch die zentrale Halle den Konferenzbereich und die Büromodule. Im Inneren des Gebäudes setzt sich die Landschaft mit einer steinernen Freitreppe und zwei Pflanzbeeten fort. Im zweiten und dritten Obergeschoss sind ausschließlich Büroräume, die als klassisches Kombibüro ausgebildet sind. Jedem Modul ist eine zum Innenhof orientierte Aufweitung als kommunikative Teeküche zugeordnet.

Die Fassade in den Obergeschossen gliedert sich horizontal als eine Bandfassade mit Dreifach-Verglasung. Der außenliegende Sonnenschutz besteht aus geschosshohen, mit Streckmetall bespannten Lamellen, die in Sechserpaketen individuell dreh- und steuerbar sind. Die individuelle Ansteuerbarkeit soll aber nicht nur für Behaglichkeit bei den Nutzern sorgen, sondern gleichzeitig ein sich ständig änderndes Fassadenbild schaffen. Das kupferfarbene Streckmetall der Lamellen ist so ausgerichtet, dass die Sonne gefiltert wird, aber der Durchblick von Innen auch im geschlossenen Zustand immer gewährleistet ist.

Die Außenhaut springt im Erdgeschoss um 2,70 Meter nach innen zurück, was durch die geschosshohe, neutrale Sonnenschutzverglasung die Wirkung der Fuge und des über der Landschaft schwebenden Büroriegels verstärkt. Das Dach des Parkdecks ist als öffentlicher Ort zu verstehen und soll somit einen Mehrwert für die Stadt schaffen. Eingestreute „Lichtfenster“ bieten in Teilbereichen eine natürliche Belichtung des Parkdecks. „Die Technikzentrale schwebt als kupferne Scheibe über der Parklandschaft“, so die Archiketen, „verwebt sich mit ihr und bildet eine Einheit zwischen Landschaft und Architektur.“ 

Fotos: Hagen Stier, Hamburg  


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