Campinggebäude am Strandbad
Brückner & Brückner Architekten planen in Mannheim
Das Mannheimer Strandbad, in einem Landschaftsschutzgebiet südlich der Innenstadt am Rheinufer gelegen, existiert bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Seit rund 35 Jahren schließt zudem ein etwa 9.000 Quadratmeter umfassender Campingplatz im Nordenwesten an das Bad an. In der Vergangenheit haben Hochwasser das bestehende Empfangsgebäude mit Bistro jedoch immer wieder stark beschädigt. Nun will es die Stadt ersetzen und lobte einen nicht-offenen Realisierungswettbewerb aus, bei dem sich im Juli Brückner & Brückner Architekten (Tirschenreuth/Würzburg) gemeinsam mit realgrün Landschaftsarchitekten (München) durchsetzen konnten.
Die Architekt*innen planen einen langgezogenen Bau mit hölzerner Fassade, den sie auf einen deutlich schmaleren und zweigeteilten Sockel setzen. Dieser soll aus recyceltem Beton des Vorgängerbaus errichtet werden. Der Sockel beherbergt neben der Bistro-Ausgabe verschiedene Lager- und Technikräume sowie die Treppenaufgänge und einen hochwassersicheren Aufzug. Im Obergeschoss – geschützt vorm Hochwasser – besetzen Rezeption, Aufenthalts- und Personalräume die abgerundeten Stirnseiten, während sich mittig auf dem Deck Sanitärräume, Büros, Küche und weitere Lager aneinanderreihen.
Die Gestaltung des Freiraums sieht eine Verbindung der Fluss- und Parklandschaft vor. Dazu wollen die Planer*innen die versiegelte Fläche auf ein „notwendiges Mindestmaß“ reduzieren und durch partiell befahrbaren Schotterrasen samt Großbaumpflanzungen ersetzen. Die versiegelten Bereiche sollen hingegen aus geschliffenem Farbasphalt mit Rheinkieselzuschlag bestehen. Für die Wärmeversorgung, die im Wesentlichen in Übergangsmonaten und kalten Sommertagen notwendig wird, ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe vorgesehen, die durch Photovoltaikmodule gespeist wird. Als reversible Wärmepumpe soll sie auch zur Kühlung eingesetzt werden. (sbm)
In der Hoffnung, dass dies vielleicht einer der hiesigen Auslobenden liest :
Habt bitte mehr Mut die Verfahren zu öffnen und auch mehr Junge ohne zehn Referenzen, 200k Umsatzzahlen etc. zuzulassen.
Auch wir wollten uns als junges Büro für so eine tolle Aufgabe bewerben und sind daran gescheitert.
Und glaubt uns Jungen - ihr werdet es nicht bereuen und mit mindestens genauso guten Ideen - und dann auch schönen hochwertigen, im Termin- und Kostenplan laufenden Projekten - belohnt!
Aber sehe ich da, wo die Fenster so schön aufschwingen in der Ansicht "Dusche, WC, Lager, Sanitätsraum.."? Hm...
Zu 1: Einwand: ok, Schlussfolgerung falsch.
Es entsteht doch etwas neues.
Nehmen Sie es sportlich. Nur mit Training kommt man nach vorn.
und die aufgabe braucht (funktional) eher weniger rocket-science als esprit.
aber ein schönes kleines projekt in monnem, sieht nach den schönen alten cafes aus den 50ern aus (berlin, karlsruhe etc)
und an den zeichnungen sieht man, dass die was von gestaltung verstehen und über die branche hinaus auch mal über den tellerrand schauen
Leider gabe es keinen offenen Wettbewerb, mitmachen durfte nur, wer schon entsprechende Nachweise liefern konnte ("vergleichbare Projekte").
Zwar ist das Ganze diesmal halbwegs gutgegangen aber es ist unbegreiflich, warum man in D hier keine Jungen (auch mit weinger Erfahrung) ran´ lässt.
Sieht man....nix neues entsteht hier.