Werkkunstschule Krefeld
Blocher Blocher gewinnen Wettbewerb
Auch wenn der Wettbewerb unter dem Titel „Werkkunstschule“ läuft, geht es dabei nicht um deren Bau, sondern ihren Ersatz. In der Krefelder Innenstadt soll auf dem Grundstück der bisherigen Werkkunstschule ein Verwaltungs- und Wohngebäude der „Wohnstätte Krefeld“ entstehen. Die Werkkunstschule aus den fünfziger Jahren ist bereits abgerissen worden, lediglich ein 110 Jahre altes Fassadenfragment zur Neuen Linner Straße ist erhalten geblieben und soll in den Neubau einbezogen werden. Ein Wettbewerb unter 14 Teilnehmern ergab dieses Ergebnis:
- 1. Preis: Blocher Blocher Partners, Stuttgart
- 2. Preis: APB Architekten BDA, Hamburg
- 3. Preis: Dreika Planungsgruppe GbR mit Hoersch & Heinrich Architekten GbR, Krefeld/Köln
- engere Wahl: Berger Röcker Architekten GbR, Stuttgart
- engere Wahl: hks Architekten, Aachen
Die Jury unter Vorsitz von Volker Droste beurteilte den Siegerentwurf von den Stuttgarter Architekten Blocher Blocher Partners so: „Der Beitrag fügt sich auf eine selbstverständliche Art mit hoher Qualität in die Umgebung ein. Die klar gegliederte Fassade hat einen städtischen Ausdruck und besticht sowohl im Zusammenspiel mit dem historischen Fassadenfragment als auch als Gegenüber des Behnisch-Hauses.
Die Wahrnehmung ist die eines gelungenen Ensembles aus Alt und Neu. Der Verfasser zeigt eine klare Haltung im Umgang mit dem historischen Fassadenfragment sowohl im Gesamtausdruck des Gebäudes als auch in der Fassadengliederung und der Integration im Inneren für den Kundenbereich. Das Erdgeschoss ist gut organisiert, der Galeriebereich unter Einbindung der Bestandsfassade lässt hohe Qualitäten erwarten. Insgesamt handelt es sich um einen überaus überzeugenden und wohltuenden Beitrag hoher Qualität.“
Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten noch bis zum 8. Februar 2014, Mo-Mi, Fr 10-17 Uhr, Do 10-20 Uhr, Sa 10-16 Uhr
Ort: Ostwall 148, 47798 Krefeld
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Absetzen oder Abreissen (sicher nicht zukleistern) sind wohl die besseren Ansätze.
Leider sieht man ja keine Grundrisse, vielleicht steckt ja ein ganzer Altbau drin? Aber auch da wäre etwas Distanz oder zumindest Respekt sinnvoller Planungsansatz gewesen.
Mag sein, dass dazu das Neubauprogramm auch zu üppig war. Die Ergebnisse lassen das vermuten.
Punkt 2: Fassadenerhaltungen sind sehr oft problematisch und fragwürdig und meist eine hohle Geste. Alle Entwürfe, bei denen das Staffelgeschoss zu sehr in den Vordergrund rückt machen die Problematik (Tapeteneffekt) deutlich. Am besten weg mit dem Staffelgeschoss, dann würden einige der Entwürfe tatsächlich besser funktionieren.
Alte Fassadenfragmente mitten in deutlich jüngeren Bauwerken?
Wie könnte man es ihnen erklären?
obwohl: irgendwann erfinde ich mal ´ne virteuelle schrotflinte für vögel in renderings. wird ja fast schon zur plage.
aber mit rundbogenfenstern im bestand umzugehen, scheint wohl eine besondere schwierigkeit zu sein.
lass doch mal die alten ran. ich tippe mal auf ein durchschnittsalter der 3d-entwerfer von U30.