Gute Architektur steckt an
Biomedizinisches Forschungszentrum in Marburg eingeweiht
Das Kölner Büro Kister Scheithauer Gross vermeldet die Fertigstellung seines biomedizinischen Forschungszentrums der Marburger Phillips-Universität selbstbewusst mit der Feststellung: „So viel gute Architektur steckt an!“ Der Neubau wurde am 5. Dezember 2007 übergeben.
Der Stahlbetonmassivbau ist als Anschlussbau an das „Institut für Virologie“ realisiert worden, dessen Anbindung über eine verglaste Brücke erfolgt. Aufgrund seiner besonderen, nicht öffentlichen Nutzung und seiner kompakten Form nimmt der Neubau gestalterisch auch innerhalb seines Ensembles eine Sonderstellung ein. Er steht für sich selbst und hat die Erscheinung einer „technischen Skulptur“. Der geringe Fensteranteil und eine bronzefarben-metallene Haut, die alle Fassaden fast nahtlos umgibt, unterstützen diese Wirkung. Die Architekten sehen darin „ein signalhaftes Zeichen für Technik und Wissenschaft des Klinikums Marburg“.
Das Institutsgebäude dient der virologischen Forschung durch Entwicklung von Impfstoffen, Therapeutika und diagnostischen Methoden für Viren der höchsten Risikogruppe nach dem Gentechnikgesetz. Zukünftig werden in dem Labor, das mit dem modernsten Forschungs- und Sicherheitsstandard ausgestattet ist, hochpathogene, bisher nicht behandelbare Krankheitserreger wie z. B. Marburg-, Ebola- oder Influenza-Viren erforscht und geeignete Bekämpfungsstrategien entwickelt.
Die Baukosten betrugen ca. zehn Millionen Euro.
Selbstverständlich kommen bei einer Einweihung keine großen kritischen Worte, da klopft man sich gegenseitig auf die Schulter.
Leider sind es nur zwei Fotos; ich hätte mal wieder gerne mehr gesehen, jedoch muss man erstmal an mehr Aufnahmen rankommen.
Die Fassade sieht interessant aus: zurückhaltend und doch mit dem Formspiel aus der Mikrobiologie (oder täuschen mich da meine Augen?). Mir gefällt's.
zynische zitate...
Etwas mehr Bescheidenheit der Architekten wäre
hier angezeigt.