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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Bildungszentrum_im_Riesengebirge_3949519.html

30.06.2014

Felsen unter Gras

Bildungszentrum im Riesengebirge


Schmale Stahlbleche, ein paar Lüftungsgitter, zwei verglaste Einschnitte im vermoosten Gras – viel sieht man nicht vom neuen Bildungszentrum, das der tschechische Architekt Petr Hajek (Prag) im Städtchen Vrchlabí errichtet hat. Als Tor zum Riesengebirge wird Vrchlabí auch bezeichnet, und das Projekt ist Teil der Besucherinfrastruktur des Nationalparks, der die wilde Berglandschaft zwischen Polen und Tschechien schützt. Ein idealer Ort also, um einen verantwortlichen Umgang mit der Umwelt zu vermitteln.

Die Topografie des Mittelgebirges mit der Schneekoppe als höchster Erhebung war auch der gestalterische Ausgangspunk des Projekts, das hinter der Verwaltung des Nationalparks im Stadtpark platziert ist. Die polygonale Geometrie des Dachs bezieht sich nämlich auf die markantesten Bergrücken des Gebirges, was das Bildungszentrum auch zu einem abstrakten Modell der Landschaft macht.

Aber auch das Innere des Gebäudes weckt geologische Assoziationen: Fast machen Einen die roh geschalte Betondecken nämlich glauben, die hohen Räume seien direkt in den harten Granit des Gebirges geschlagen worden. Hoch, weil sich nämlich die beiden zentralen Programme, Vorlesungssaal und Labor, über zwei Geschosse entfalten. Um diese herum sind im Erdgeschoss Bibliothek, Ausstellungsraum und Garage positioniert, während das Untergeschoss den technischen Einrichtungen vorbehalten ist.

Im Kontrast zum Beton der Decken und den dunklen Farben der Böden steht der Innenausbau in einfachem hellen Sperrholz. So entsteht, wenn durch das seitliche Fensterband mal etwas Sonne nach unten dringt, eine überraschend warme Atmosphäre, durch die der künstliche Berg manchmal zu leuchten beginnt.


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