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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Betriebsgebaeude_fuer_Eurasia-Projekt_5014635.html

27.03.2017

Tunnel-Repräsentation in Istanbul

Betriebsgebäude für Eurasia-Projekt


Wer Schulen gebaut hat, kann auch andere Schulen bauen. Wer Theater baut, dem traut man vielleicht auch einen Konzertsaal zu. Nicht selten schafft ein Blick ins Büroportfolio beim Bauherren Vertrauen. Eine Spezialisierungsstrategie verspricht Folgeaufträge – vor allem bei Großprojekten. Das 1949 in London als GMW Architects gegründete und mittlerweile von einem ehemaligen Partner in Istanbul weitergeführte Büro GMW MIMARLIK hat sich auf Flughafenterminals, Bahnhöfe und andere Verkehrsbauten spezialisiert. In einer Türkei, die dieser Tage versucht, durch Mega-Infrastrukturprojekte ihr Wirtschaftswachstum zu steigern, setzen sie damit auf ein gutes Pferd.

Mit Großprojekten wie dem Istanbuler Atatürk Flughafen, dem Flughafen Alexander der Große in Skopje oder dem Terminal 3 des Internationalen Flughafens Kairo konnten sie sich international eine Expertise erarbeiten, auf Grund derer sie den Zuschlag zum Entwurf einiger Elemente eines der größten Verkehrsprojekte der Welt erhielten. Für den – von den us-amerikanischen Ingenieurbüros Parsons Brinckerhoff und HNTB geplanten – Eurasia-Tunnel, der 25 Meter unter dem Grund des Bosporus auf einer Länge von 5,4 Kilometern die europäische und asiatische Seite der Millionenmetropole verbindet, entwarfen die Istanbuler Architekten die Tunnelinnenräume, die Einfahrtsportale und ein Betriebsgebäude.

Letzteres markiert die Zufahrt auf der asiatischen Seite. Es gliedert sich in einen in die Topografie eingegrabenen Gebäudeteil für Wartung und technischen Betrieb und einen davon abgehenden, riegelförmigen Bürotrakt – das „Nervenzentrum“, aus dessen Büros alle Systeme des Eurasia-Tunnels gesteuert werden. Die durch Wellenmuster perforierte Metallgitterhülle des Büroteils sichert nicht nur den Sonnenschutz, sondern erfüllt auch repräsentative Zwecke. Das Gebäude „symbolisiert das High-Tech-Niveau des Eurasia-Tunnels“, erklären die Architekten. Es funktioniert daher gewissermaßen als überirdischer Repräsentationsbau für den sonst im Stadtbild nicht sichtbaren Tunnel und gibt der Ingenieursleistung einen architektonischen Ausdruck. (df)

Fotos: Gürkan Akay


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