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15.01.2026

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Dänische Diensthäuser

Behördenbau in Odense von C.F. Møller Architects


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Nach langer Betriebspause fährt seit gut drei Jahren wieder eine Straßenbahn durch Odense. Und auch sonst investiert die Stadt momentan in Projekte an verschiedenen Stellen rund um den Hauptbahnhof. Fünf Gehminuten nördlich vom Bahnhof stellten C.F. Møller Architects (Kopenhagen/Oslo/Berlin) kürzlich das Quartier WoodHub fertig. Hier arbeiten künftig rund 1.600 Mitarbeiter*innen aus dem öffentlichen Dienst zusammen. 

Die dänische Bau- und Immobilienagentur Bygningsstyrelsen tritt als Bauherrin für das Projekt auf. Sie ist für die Betreuung sämtlicher öffentlicher Bauaufgaben in Dänemark zuständig und vergab den Auftrag 2021 gemeinsam an die Architekt*innen und das schwedische Bauunternehmen NCC. Für 800 Millionen Dänische Kronen – umgerechnet knapp 100 Millionen Euro – sollte das Team einen schlüsselfertigen Holzbau übergeben. Gewünscht waren Büros und Besprechungsräume für neun staatliche Organisationen.

Angesichts der ambitionierten Raumanforderungen ist zwischen Bahnhof und Odenser Hafen ein kleines Quartier mit 36.500 Quadratmetern Bruttogrundfläche 
entstanden. Im Norden knüpft der Baukörper an die Raumflucht der Hauptstraße Toldbodgade an, die den Übergang zum Hafengebiet markiert. Südlich und östlich finden sich historische Backsteinbauten. WoodHub besteht aus sieben Bauvolumen, die sich auf dem polygonalen Grundstück um zwei Innenhöfe gruppieren. Abgesehen vom Kellergeschoss aus Stahlbeton wird es konstruktiv von einem tragenden Holzraster gebildet, bei dem die Stützen aus Brettschicht- und die Geschossdecken aus Brettsperrholz bestehen. 



Mit leicht alternierenden Geschosszahlen und unterschiedlich abgetönten Metallfassaden suggeriert der Komplex mit 31.000 Quadratmetern Nutzfläche Kleinteiligkeit. Doch zeugen das stringente Fassadenraster und die durchgehende Erdgeschosszone vom einheitlichen Innenleben: Auf Grundrissebene greifen die leicht angewinkelten Volumina nahtlos ineinander und nehmen in den Obergeschossen etliche hundert Meter Bürozeilen auf. Dem weißen Riegel in der Mitte fällt dagegen die Sonderrolle „Wissensaustausch und Zusammenarbeit“ zu: Hier brachten die Architekt*innen überwiegend Besprechungsräume unter.

Auch wenn die Kleinteiligkeit des Komplexes ein wenig konstruiert erscheint, präsentiert er sich für einen Behördenneubau recht freundlich. Zu den neun hier ansässigen Organisationen zählen unter anderem Dänemarks Steuerbehörde SKAT, die das Grundstück bereits vor der Baumaßnahme belegte. Daneben mieten nun das Sozialamt, die Umweltbehörde und auch die dänische Glücksspielbehörde Räume an. (tg)

Fotos: Rasmus Hjortshøj


Zum Thema:

Südlich des Odenser Hauptbahnhofs eröffnete vor einigen Jahren ein märchenhaftes Museum für Hans Christian Andersen, das von Kengo Kuma & Associates geplant wurde.


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Kommentare
...geben nicht die Meinung der Redaktion wieder, sondern ausschließlich die ihrer jeweiligen Verfasserinnen und Verfasser.

1

Arcseyler | 15.01.2026 16:11 Uhr

.de

Diese kompakten Blöcke bieten die Gelegenheit, ganz auf das Raster als Unterteilung zu setzen. Das Spiel der Räume dazwischen. Eine Art Innen ohne Außen.

 
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