TXL Terminal A
Baubeginn am ehemaligen Flughafen Tegel
Neuigkeiten vom ehemaligen Flughafen Tegel – und dieses Mal ist es kein Aprilscherz! Am letzten Montag fand der symbolische erste Spatenstich für den Umbau des Terminals A des ehemaligen Flughafens TXL statt. Knapp sechs Jahre nachdem die letzte reguläre Maschine vom legendären Hauptstadtflughafen abhob, startet damit der Umbau des Hexagons durch das Büro agn Niederberghaus & Partner (Ibbenbüren u.a.) offiziell.
Seit 2023 liefen die Rückbaumaßnahmen im denkmalgeschützten Gebäude, das dereinst zu einem Standort der Berliner Hochschule für Technik (BHT) werden soll. 2031 soll der Umbau fertig sein, ließ Bausenator Christian Gaebler (SPD) auf dem Termin vor Ort wissen. 450 Millionen Euro sollen die Umbaumaßnahmen für die BHT kosten.
Der Anspruch an das Umbauprojekt ist groß, denn das 1974 eröffnete Erstlingswerk von gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner (Hamburg u.a.) ist eine Ikone der deutschen Nachkriegsarchitektur. Vier der ehemals 14 Fluggastbrücken werden original erhalten, betonen die Planer*innen. 40.000 erhaltenswerte, geschützte Bauteile seien in den letzten Jahren eingelagert worden.
Rückgebaut wurde vor allem im Inneren des Hexagons. Das zentrale (erst 1977 eröffnete) Parkdeck in der Mitte des Hexagons wurde komplett abgerissen. Wie man mit der eigentlichen Umfahrung umgeht – die es erlaubte mit Taxi oder PKW direkt vor das entsprechende Gate vorzufahren – hatte Kontroversen verursacht, die schließlich in einem Workshopverfahren aufgelöst werden konnten. Sie wurde nun teilweise rückgebaut, um mehr Licht in die unteren Bereiche des Gebäudes zu bringen. Die Planer*innen sprechen von einem Skywalk.
So wie TXL einst als Flughafen der kurzen Wege gefeiert wurde, so soll auch die Hochschule von „kurzen Wegen und engen Verbindungen“ im ehemaligen Terminal A profitieren, betonen agn. Und gmp? Das Büro ist als Urheber des Bestandsbaus im laufenden Austausch. Außerdem verantworten gmp die denkmalgerechte Umbauplanungen für Hauptgebäude und Tower sowie die vorgelagerten Zufahrten des ehemaligen Flughafens bis zur Baugenehmigung. Bei der Ausführung werden gmp nicht mehr involviert sein. Sie liegt bei der ARGE chaixetmorel und Schüssler-Plan GP. (gh)
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