Schwebende Verkehrskugel
BIG gewinnen Wettbewerb in Stockholm
Die Maschine BIG von Bjarke Ingels läuft auf Hochtouren. Fast täglich scheint das dänische Büro einen Wettbewerb zu gewinnen. In Stockholm konnten BIG zusammen mit der deutschen Planungs- und Ingenieurgesellschaft Grontmij und dem amerikanischen Büro Spacecape den Wettbewerb Stockholmsporten mit einem utopischen Masterplan für sich entscheiden und sich gegen skandinavische Konkurrenz wie Snøhetta, Kristine Jensen Landscape Architects und Erik Giudice Architects durchsetzen.
Eine Art „Super-Kreuzung“ haben die Architekten für den Verkehrsknotenpunkt Hjulsta, der 15 Kilometer nördlich von Stockholm liegt, entworfen. Über dem Autobahnkreuz schwebt wie eine Seifenblase eine große Kugel, in der sich die Autobahnen E18 und E4 spiegeln. Der Vorschlag des Siegerteams, mit einer glänzenden Riesenkugel auf die Geometrie der Kreuzung zu interagieren und diese zu inszenieren, stieß bei der Jury auf große Begeisterung. Etwa 30 Prozent der Kugeloberfläche soll mit Photovoltaik-Folie bedeckt werden, die mindestens 235 Häusern in der Nachbarschaft mit Strom versorgen kann.
Zusätzlich sieht der Masterplan eine Entwicklung des benachbarten Erholungs- und Wohngebietes vor, darunter ein Sportzentrum, eine Shopping Mall, ein Hammam und eine Moschee.
Übrigens: Morgen Abend, am 24. März um 19 Uhr, wird Kai-Uwe Bergmann (assoziierter Partner von BIG) zu einem Werkvortrag in den Nordischen Botschaften Berlin, Rauchstraße 1, 10787 Berlin erwartet. Anmeldungen per Mail an Marion Moos: mmo@targettipoulsen.de
es ist nur beängstigend erstaunlich, das architekten wie juroren sich von und zu solch wahnsinnigen blödsinn hinreisen lassen.
anscheinend hat die schöne neue welt keine anderen sorgen, als sich mit solcherlei prestigegehabe ihre mißratene güterverteilungpolitik und individualverkehrsmanie-maschinerie schönzugestalten. in einer welt voller energieprobleme, lärmbelästigungen und
geld-(oder besser arbeitsleistungs) -verschwendung, während andere nichtmal ihr fressen sich versorgen können, hilft dann auch keine photovoltaik weiter.
....spieglein spieglein im himmel, wer hat den größten pimmel....
p.s. vielleicht kracht das ding ja mal auf die kreuzung und die kinder können auf der gesperrten asphaltbahn dann rollschuh fahren.
Aber bauen will das doch hoffentlich niemand! Denn dann könnte es ein klein wenig anders wirken.
wenn mal die Elemente/Stützen/etc. dazukommen damit das das Ding steht ("schwebt") wird das ganze ganz schön hässlich werden..
blendet es die Fahrer nicht?
schön immer das Architekten unangenehme Details ausblenden in Visualisierungen.. wie z.B. das Geländer auf begehbaren Dächern..