Mettinger Modellsammlung
Ausstellung in München
Die münsterländische Gemeinde Mettingen ist eng mit der Geschichte des Unternehmens C&A verbunden. Hier hat die Gründer- und Eigentümerfamilie Brenninkmeijer ihre Wurzeln. Seit langem betreibt die niederländisch-deutsche Großfamilie nicht mehr nur Textilhandel, sondern führt die global agierende und breit aufgestellte Cofra Group mit 60.000 Mitarbeitenden.
Die Bindung zum nördlichen Münsterland ist jedoch weiterhin groß. Deshalb gründete die Familie im Jahr 2009 hier die Draiflessen Collection, in der unter anderem die Familien- und Unternehmenssammlung der Familie Brenninkmeijer zu sehen ist. Vor einem Jahr eröffnete hier die Ausstellung „Maßstäblich“, die nun in der Architekturgalerie München Station macht.
Die Ausstellung präsentiert 30 Modelle von C&A-Niederlassungen, die vor allem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden, als klassische Kaufhäuser zur Grundausstattung jeder halbwegs großen Stadt gehörten. Viele dieser Bauten stammen von dem seit 1994 unter dem Namen nattler architekten firmierenden Büro aus Essen. Neben den Modellen zeigt die von Julia Cwojdzinski kuratierte Ausstellung Modellfotos von HG Esch.
Ausstellung: bis Samstag, 2. August 2025
Ort: Architekturgalerie München, Blumenstraße 22, 80331 München
Parallel zur Ausstellung ist bis Sonntag, 13. Juli 2025 in der Architekturgalerie München die Ausstellung „Sorry, Bella – Kunst. Verantwortung. Zusammenhalt. Glockenbachbiennale 2025“ zu sehen.
Nun darf man gespannt sein, wie der WBW-Siegerentwurf von Sergison Bates Architects umgesetzt wird.
Der Entwurf ist für mich ein Rückschritt. Man hat es verpasst, auf diese wichtige Ecke der Mönckebergstraße einen starken Akzent zu setzen, einen Magneten. Die bisherigen Visualisierungen lassen Böses erahnen.
Das Ganze wirkt in seiner Sprache und Ausformulierung wie die Bauten aus den 1980er und 1990er Jahren, die in der Mönckebergstraße neu gebaut worden sind.
die architektur-modelle, am besten weisse oder holz-klötzchen im gipsmodell sind so sinnvoll wie schwarzpläne: sie negieren oder verleugnen sogar die realität.
Davon abgesehen: eine tolle Bandbreite an Modellen und Herangehensweisen, die Bauten in den jeweiligen städtischen Kontext einzubinden. Schade, dass die Zeiten irgendwie vorbei sind.