Statueske Struktur
Aussichtsturm für Olympiapark London
Auch wenn der Blick auf die Visualisierung dies nahelegt, handelt es sich bei dieser Meldung ausdrücklich nicht um einen Aprilscherz. Gestern wurden die Pläne für eine Besucherattraktion auf dem Londoner Olympia-Gelände der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Aussichtsturm in Form einer „stauesken Struktur“ (Pressemitteilung) soll für eine dauerhafte Attraktivität des Olympiaparks auch über die Sommerspiele 2012 hinaus sorgen. Entworfen wurde er von dem in Bombay geborenen und in London ansässigen Bildhauer Anish Kapoor, der 2002 mit einer Art übergroßen Grammophonmuschel in der Turbinenhalle der Tate Modern bekannt wurde.
Seine nach dem Sponsor „ArcelorMittal Orbit“ benannte Skulptur für den Olympiapark soll mit 115 Metern Höhe 20 Meter höher als die New Yorker Freiheitsstatue werden. Besucher können mit einem großen Lift zur Aussichtsplattform fahren und optional über eine Wendeltreppe wieder herabsteigen. Das Bauwerk soll aus einem ineinander verschlungenen Gitterwerk aus Stahlrohren bestehen. Die Tragwerksplanung stammt von Cecil Balmond von Arup.
Tate-Direktor Nicholas Serota kommentierte das Vorhaben: „Diese Zusammenarbeit von Kapoor, Balmond und dem Sponsor führt Kunst, Architektur, Konstruktion und Business zusammen, um eine neue Landmarke für London zu produzieren.“
Zum Glück ist es noch nicht gebaut. Hat jemand mal die Statik auf Schwingung und Luftturbulenzen untersucht?
Es ist natuerlich gut das Novum zu wagen, dennoch fehlt irgentwo das gewisse Etwas und vor allem die Eleganz. Es wundert auch mit welcher Rasanz dieses Projekt genehmigt wurde, zumal gerade mal wieder der English Heritage einige interessante Projekte in London gekoepft hat. Aber gut, der Investor ( laut Evening Standard Londons reichster Mann ) hat sich auch schon per Nachnamen ein Denkmal gebaut. Natuerlich freut man sich einersets wenn der Geldadel in Kunst inverstiert. Aber darf er dann auch entscheiden ? Schliesslich geht uns das Gebaute doch Alle an.
aber ich bezweifle das wir (menschen) bzw. die "spiele" in london diesen turm brauchen.
aber nachdem sich investoren, künstler, architekten und statiker einig sind, stellt ihn hin!