Zumthor halbiert?
Aktueller Stand für Los Angeles County Museum of Art
Auf den ersten Blick scheint es tatsächlich so, als habe Peter Zumthor seinen Entwurf für das Los Angeles County Museum of Art halbiert, aber das stimmt natürlich nicht. Allerdings hat sich sein schwarzer Ölfleck inzwischen in eine doppelte Sichel verwandelt, was deutlich schlanker wirkt. Jetzt hat das Museum, dessen ehrgeiziger Direktor Michael Govan schon seit Jahren mit Zumthor am Entwurf arbeitet, neue Bilder vorgestellt.
Auffälligste Änderung ist allerdings nicht das Volumen des neuen Gebäudes, sondern die Brücke, die es nun auf die gegenüberliegende Seite des Wilshire Boulevards schlägt. Dort umkurvt es das SBE-Hochhaus und die neue Galerie von Sprüth Magers, die in einem Bestandsbau residiert, der ebenfalls zum Komplex gehört. Hochhaus wie Galerie stammen mit William L. Pereira & Associates übrigens aus dem gleichen Büro wie das Hauptgebäude des LACMA, das zugunsten des Zumthor-Baus abgerissen werden soll.
Ansonsten betreffen die Anpassungen vor allem die inneren Abläufe des Museums, das nun nicht mehr einer flächigen, sondern einer linearen Ordnung folgt. Dazu gehört auch eine substantielle Reduktion der Zugänge von sieben auf zwei bis drei, was das neue Museum zwar praktischer, aber auch weniger komplex machen wird. Ebenfalls gestrichen wurde außerdem jene das gesamte Museum umlaufende Galerie, die sich hinter der großflächigen Verglasung verborgen hätte – wobei es das Glas wiederum noch gibt.
Es ist schwierig zu sagen, ob Zumthors Modifikationen den Entwurf besser machen oder ob hier der gleiche „Verwässerungsprozess“ abläuft, wie ihn auch Renzo Pianos alles andere als perfekte LACMA-Erweiterung kennzeichnet. Michael Govan jedenfalls will den großen Wurf und inzwischen hat er auch einige großzügige Spender gefunden – doch auch weiterhin dürfte es das Projekt nicht einfach haben. (sb)
Fakt ist: Sie wissen doch in Wahrheit GARNICHTS Belastbares über die Planung der Museumsleute, die Finanzierung und Terminierung des Projektes.
Sie wollen offenbar lediglich (gegenüber dem - hier spreche ich vermutlich nicht nur für mich - wenig geneigten Publikum) hartnäckig und "auf Teufel komm raus" insinuieren, dass Zumthor ein unqualifizierter Architekt und darüber hinaus in ihren (irrelevanten) Augen noch ein verachtenswerter Schleimer ist! (Da hilft auch kein vergiftetes Pseudolob a la "Mann seines Kalibers".)
Das ist nicht nur kindisch, sondern im Grunde schäbig und unprofessionell, weil Ihre private Meinung lediglich auf unbewiesenen - und geradezu verleumderischen Mutmaßungen über die angeblich mangelnde Kompetenz Zumthors und seiner Mitarbeiter aufbaut. (.P.S. Man ist kein "Jünger", wenn man ein Mindestmaß an professionellem Respekt für einen verdienten Kollegen und dessen Mitarbeiter erwartet.)
Überhebliche Kollegenschelte gibt´s doch im Dutzend billiger!
Ich darf mich meinem Vorredner anschließen und Sie ebenfalls zitieren:
"Mach' mal besser, Mister Neunmalklug!"
Vielleicht bekommen Sie dann ja auch mal die höchstdotierten Architektenpreise der Welt.
Ich denke, Herr Zumthor muss Ihnen und auch sonst keinem mehr beweisen, dass er ein Museum planen kann.
P.S. Wer solche Kommentare wie Ihre schreibt, sollte wenigstens die Courage und Fairness haben, mit seinem vollen Namen zu zeichnen. Ansonsten bleibt die vorgebliche "Kritik" doch nur nerviges Getrolle.
Man schaue sich dieses Video auf Youtube an ( ein 70 min. Gespräch zwischen Lacma Director Michael Govan und Zumthor) : https://www.youtube.com/watch?v=zMtC9fYIWn4
Datiert von 2013.
Ein solch gegenseitiges Schleimen habe ich selten in einem Interview erlebt.
Es hatte mich bereits vor Jahren, als ich das zum ersten Mal gesehen hatte, das Fürchten gelernt.
Mein unglaublich grosser Respekt vor Zumthor ist letztendlich hierdurch gewichen.
Meines Erachtens hat das ein Zumthor nicht nötig. Ein Mann seines Kalibers.
Fakt ist: Anfang Entwurf: 2007/2008.
Schon damals stand fest: Die Bestandsgebäude müssen weichen (oder sollte ich mich hier wirklich irren?)
Nun ist 2016.
Immer noch Entwurfsphase.
Schaut man zurück - Jahr 2013 - so scheint es, als habe das Büro Zumthor wieder einmal ein tolles Model kreiert, aber - wie wohl recht oft - die Energie plus Zeit wird hier verbraten (man schaue sich dieses Riesen Model an, in der Entwurfsphase (ein Working Model in der Ausführungsplanung ist das nicht!).
Nun sieht der schwarze Fluss wieder komplett anders aus. Macht er wieder ein monströses Model?
2023 soll das fertig sein? Ich glaube nicht daran.
Die Timeline hat mit grösster Sicherheit etwas mit Zumthor zu tun. Das weiss so manch einer, wie schnell der plant...........
Und sicher: Die Gefahr, dass dieses Projekt UM WELTEN zu groß für einen Zumthor und sein Büro im beschaulichen Haldenstein ist, ist immens.
Nicht nur meine subjektive Meinung.
Gut (?) gebrüllt, Löwe, oder doch einfach nur so präpotent "salopp festgestellt"?
Dass im Rahmen dieses Projektes eine ganze Museumslandschaft umgestaltet, vier Museumsgebäude abgerissen und mitsamt Inhalt umgezogen zweimal werden sollen (Ahmanson Building, Art of the Americas, Hammer Buildings sowie das Leo S. Bing Center), ist Ihnen bekannt? Dass so etwas viel Zeit, Planung und Vorbereitung in Anspruch nimmt, weiß jeder, der wirklich schon einmal hochkomplexe Bauvorhaben - bei dem - glauben Sie´s mir soooo viele Leute mitzureden haben - betreut oder begleitet hat. Haben Sie?
Der aktuelle Zeitplan sieht einen Beginn des Abbruchs erst Ende 2018 und eine Fertigstellung des Neubaus 2023 vor.
Diese Timeline hat mit Zumthor gar nichts zu tun und dafür ist er - und sind Architekten allgemein - in der Regel auch nicht verantwortlich. Zumthor ist sicher nicht - wie von Ihnen so nonchalant und unter dem Deckmantel der Anonymität insinuiert - unfähig oder unwillig, einen funktionierenden Entwurf respektive Planung zu erstellen....
Ich darf Sie zitieren:
"Mach' mal besser, Mister Neunmalklug!"