Kontroverse um das Tempelhofer Feld
Kurznachricht vom 17.07.2026
Die im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 wieder aufgeflammte Debatte um das Tempelhofer Feld verschärft sich. Der neue Spitzenkandidat der CDU, Stefan Evers verkündete, dass er im Falle eines Wahlsieges eine Randbebauung auch ohne Befragung der Bürger*innen durchsetzen und dafür das durch einen Volksentscheid 2014 zustande gekommene Thf-Gesetz ändern würde. Der Landesverband Berlin-Brandenburg des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekt:innen bdla ruft derweil in einem Positionspapier dazu auf, sich in der emotionalen, populistisch geführten Kontroverse auf fachliche Grundlagen und Fakten zu besinnen. Der Verband verweist diesbezüglich auf den Stadtentwicklungsplan Wohnen 2040, der auch ohne Tempelhofer Feld genügend Flächenreserven ermittelt, um den prognostizierten Wohnungsbedarf der kommenden Jahre zu decken. Es gebe in Berlin daher keineswegs zu wenige Entwicklungsflächen, als vielmehr Defizite bei der Aktivierung bereits identifizierter Potenziale. Wer dennoch den Eindruck erwecke, das Tempelhofer Feld sei der „letzte Rettungsanker gegen Wohnungsnot“, führe ein politisches Ablenkungsmanöver durch. (da)