Rückenwind für die Kommunen
Zwölf Projekte zum Tag der Städtebauförderung 2026
Am 9. Mai ist Tag der Städtebauförderung 2026. Rund 600 Kommunen beteiligen sich dieses Jahr mit Exkursionen, Ausstellungen, Debatten und Workshops am bundesweiten Aktionstag. Im Zentrum steht das 1971 eingeführte Programm der Städtebauförderung. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) unterstützte damit schon etwa 12.500 Maßnahmen, darunter Kulturprojekte, denkmalgerechte Sanierungen und Vorhaben zur Stärkung von Ortsmitten. Unsere Projektsammlung zeigt zwölf erfolgreich geförderte Projekte der letzten Jahre.
Bauliche Maßnahmen können in drei Programmen gefördert werden: „Sozialer Zusammenhalt“, „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sowie „Lebendige Zentren“. Ländliche Regionen profitierten insbesondere von Letzterem. In Münsing entstand gegenüber der Dorfkirche beispielsweise ein neues Bürgerhaus mit ebenerdigem Veranstaltungssaal nach Plänen von Peck Daam Architekten. In Sonthofen im Oberallgäu unterstützte das Programm die Erweiterung des Stadtgeschichtlichen Museums von Andreas Ferstl Architekten. Und in Niederwerrn soll der neugestaltete Dorfplatz samt Bürgerzentrum und Museum von Schlicht Lamprecht Kern dem Aussterben des Ortskerns entgegenwirken.
Laut offiziellen Zahlen des Ministeriums flossen bisher 46 Prozent der Gelder in ländliche und 54 Prozent in urbane Gebiete. Auch in der Stadt fördert der Bund vor allem Kulturprojekte und öffentliche Räume. Im Rahmen einer Innenhofsanierung konnte in Köln beispielsweise eine partizipative Holzwerkstatt nach Plänen von Bachmann Badie Architekten entstehen. In Frankfurt (Oder) verwendete man die Fördermittel für den denkmalgerechten Umbau des Rathauses von ff-Architekten. Und auch die Sanierung der ikonischen Hyparschale in Magdeburg von gmp wurde mit Mitteln der Städtebauförderung kofinanziert.
Neben dem Bund beteiligen sich zudem Länder und Kommunen am Förderprogramm. Bislang stellte das BMWSB Mittel in Höhe von 23,9 Milliarden Euro bereit. Für den Förderzeitraum 2026 ist eine Rekordsumme von einer Milliarde geplant. „Mehr Geld für die Städtebauförderung heißt mehr Möglichkeiten für unsere Kommunen“, so Bundesbauministerin Verena Hubertz. „Ob neue Treffpunkte im Kiez, mehr Grün in der Stadt oder eine klimafitte Infrastruktur: Die Städtebauförderung gibt Kommunen den Rückenwind, um Quartiere lebendig, nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.“
Wem die zwölf Beispiele aus unserer Projektsammlung nicht genügen, findet in einer Publikation des BMWSB über 200 geförderte „Premiumprojekte des Städtebaus“ aus den Jahren 2014 bis 2024. (tg)
Titelbild: Bürgerzentrum in Niederwerrn von Schlicht Lamprecht Kern. Foto: Stefan Meyer











