Architecture Brut. Realität und Imagination. Achim Manz
Ausstellung in Stuttgart
An der Schnittstelle zwischen Architektur und Kunst entsteht mitunter eine Poesie, in der Realität und Imagination verschmelzen. Räume nehmen in dieser Konstellation eine besondere, vermittelnde Rolle ein. Die Arbeiten des Künstlers und Designers Achim Manz aus Bremen beschreiben dieses Phänomen eindrücklich. Seine Miniaturen aus Beton eröffnen stets Schwellenbereiche und bieten dadurch Raum für Illusion. Bereits vor acht Jahren hatte er in der Raumgalerie ausgestellt, jetzt zeigt er seine neuesten Werke. (Text: Die Raumgalerie)
Architektur und Macht ziehen sich seit jeher gegenseitig an. Monumentale Bauten machen Herrschaft sichtbar und festigen das Kollektiv der Beteiligten. Architekten erhalten im Gegenzug grosse Aufträge, Ruhm und die langfristige Wirkung ihrer Entwürfe. Diese Symbiose hat in der Geschichte Bauwerke hervorgebracht, die beeindrucken und bisweilen auch erschrecken. Monumentale Dimensionen, symmetrische Achsen und die Formensprache der Antike sind typische Stilmittel der Bauten für die Macht.
Le Corbusier (1887–1965) strebte zeitlebens nach großen Aufträgen. Gerade in der Zwischenkriegszeit schlägt er Projekte vor, deren Architektur auf eine Neuordnung der Gesellschaft zielen – und lässt auf der Suche nach potenziellen Auftraggebern wiederholt eine kritische Distanz zum Faschismus vermissen. Seine städtebaulichen Visionen und Großprojekte sind faszinierend und verstörend zugleich. Damit reiht sich Le Corbusier in eine umstrittene Architekturtradition ein, die bis in die Gegenwart reicht. (Text: Museum für Gestaltung Zürich)
Architecture and Energy. Bauen in Zeiten des Klimawandels
Ausstellung in Coburg
Nach ihrem großen Erfolg im Deutschen Architekturmuseum (DAM) Frankfurt kommt die international beachtete Ausstellung „Architecture and Energy. Bauen in Zeiten des Klimawandels“ nach Coburg. Entstanden ist die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem renommierten Vordenker, Architekten und Bauingenieur Werner Sobek. Sie zeigt, wie Architektur auf die Herausforderungen unserer Zeit reagieren kann.
Vom 22. Oktober bis 29. November 2026 wird das Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhof zu einem Ort des Austauschs über die Zukunft des Bauens. Im Mittelpunkt stehen die drängenden Fragen unserer Gegenwart: Wie können wir Ressourcen schonen? Wie reduzieren wir Emissionen? Und wie gelingt eine Baukultur, die Verantwortung für Klima, Gesellschaft und kommende Generationen übernimmt? (Text:Coburger Designforum Oberfranken e.V.)
2026 trägt Frankfurt RheinMain als erste Region Deutschlands den Titel World Design Capital. Unter dem Motto „Gestalten wir gemeinsam Frankfurt RheinMain“ rückt die Region Design als Werkzeug für eine lebenswerte, demokratische und wirtschaftlich nachhaltige Zukunft in den Fokus. Das Programmjahr umfasst bis zu 2.000 Veranstaltungen aus 450 Projekten, die gemeinsam mit zahlreichen Kooperationspartner:innen aus Zivilgesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Hochschulen und Kommunen realisiert werden. Die Auszeichnung der World Design Organization (WDO) würdigt Frankfurt RheinMain für die einzigartige Kooperation von 31 Städten und Landkreisen und den Ansatz, Design als Haltung für Teilhabe und Innovation zu verstehen.
Fünf thematische Schwerpunkte strukturieren das Programmjahr:
Lebensräume gemeinsam gestalten (Februar, März, Mai)
Lernen neu denken, Gestaltung erforschen (April, Juli)
Kreisläufe der Zukunft: Design, Handwerk und Industrie (Juni)
Mit allen Sinnen (August, September)
Design im Dialog – in Politik und Gesellschaft (Oktober, November, Dezember)
Text: World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026
Tallinn Architecture Biennale (TAB) is an international architecture and urban planning festival with a diverse programme that promotes architectural culture. TAB encourages synergy between Estonian and foreign architects as well as between architects and the general public by way of creating contacts and exchanging ideas.
The core programme consists of five main elements: Curatorial Exhibition, Symposium, Tallinn Vision Competition, Installation Programme, and an International Architecture Schools' Exhibition. Tallinn Architecture Biennale TAB is organized by the Estonian Centre for Architecture. This year, TAB 2026 is titled „How much?”. As the curatorial team states, the biennale challenges us to rethink what affordability truly means in architecture today and will be curated by Stuudio TÄNA. (Text: Tallinn Architecture Biennale)
2027 jährt sich die Ausstellung „Die neue Wohnung“ und die Werkbundsiedlung „Am Weißenhof“ in Stuttgart zum 100. Mal. Während das Jubiläum seinen Schatten vorauswirft, fragt das Weißenhof-Symposium, inwieweit der von Walter Curt Behrendt verkündete „Sieg des neuen Baustils“ (1927) heute noch Relevanz für die Lehre und die kreative Praxis in Design und Architektur besitzt.
Ausgehend vom bevorstehenden Jubiläum der Weissenhofsiedlung in unmittelbarer Nähe zur Akademie wird dieses Symposium einen kritischen Blick auf die anhaltende Faszination der Moderne werfen, um die Bühne zu bieten für eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Erbe der Moderne und mithin für andere Blickweisen für eine Gestaltung des 21. Jahrhunderts.
Dieses Symposium bildet den Auftakt zur Interdisziplinären Projektwoche der ABK Stuttgart, während der Studierende und Lehrende über Fächergrenzen hinweg offene Formate und Workshops anbieten. Zugleich bildet es den Auftakt für das Jubiläumsjahr 2027, in dem sich die Gründung des deutschen Werkbundes zum 120. Mal jährt, die Weissenhofsiedlung ihren hundertsten Geburtstag feiert und die iba Stuttgart ihren 10-jährigen Abschlussbericht liefern wird. (Text:ABK Stuttgart)
Sechs Wochen lang wird Aedes zum offenen Studio im laufenden Betrieb, geführt von CHYBÍK + KRIŠTOF, einem international tätigen Büro, das 2010 im tschechischen Brünn gegründet wurde. Building the Existing City bringt das Team, die Arbeitsweisen und die laufende stadträumliche Forschung des Büros nach Berlin, nicht als Präsentation fertiger Antworten, sondern als Ausgangspunkt für neue Entwurfsprozesse. Im Zentrum steht die Entwicklung von vier neuen Entwürfen für Berlin, die das Team direkt in der Ausstellung Woche für Woche durch Recherche, Gespräche und Entwurfsarbeit weiterschreibt.
Im Open Call: 4 Transformations for Berlin waren öffentliche und private Organisationen, Behörden, Eigentümer:innen, Schulen, kulturelle und gemeinnützige Einrichtungen, zivilgesellschaftliche Gruppen und Nachbarschaftsinitiativen sowie Einzelpersonen eingeladen vom 11. September bis zum 11. Oktober 2026, ein Gebäude, ein Grundstück oder eine urbane Situation in Berlin vorzuschlagen, die einer neue Zukunft bedürfen. (Text: Aedes)
Wie entwickeln und verändern sich Häuser, die als Kultur-Orte geplant wurden oder durch Umnutzung zu Kultur-Orten werden? Angesichts dieser Frage beschäftigt sich die Ausstellung mit Transformationsprozessen ausgewählter Bauten, wobei Potenziale, Erfolge und Herausforderungen im Umgang mit den Zeugnissen des baukulturellen Erbes der DDR-Moderne und des industriellen Bauens im Zentrum stehen. Ihre Rezeption hat sich durch die jüngeren Debatten zu Umbaukultur, Kulturerbe und Bauwende merklich verändert – ein Wertewandel ist festzustellen. Doch trotz erfolgreichen Engagements für diese Architekturen und gelungener Umbauprojekte bleibt der Erhalt prägender Bauten nach wie vor herausfordernd, denn Immobilienmarkt und Stadtplanung erheben Ansprüche an den Bestand.
Sechs unterschiedliche Projekte der aktuellen Debatte zeigen die Vielfalt von Umbaukultur und werden hinsichtlich ihrer kulturellen Nachhaltigkeit und urbanen Identitätsbildung betrachtet: die Transformation von der Robotron-Kantine zum Kunsthaus und die Translokation des Pinguin-Cafés zur BuGA 2033 in Dresden; die Wertschätzung und Herausforderungen für die Stadthalle und das Hotelhochhaus sowie die Kontroversen um das Schauspielhaus in Chemnitz; die Club-Umnutzung einer zur Disposition stehenden Messehalle und der Umbau des ehemaligen Bowlingtreffs zum Naturkunde-Museum in Leipzig. (Text: Zentrum für Baukultur Sachsen, gekürzt)
Vernissage, 19.30 Uhr
- Ausstellung „Ostmoderne.Kultur-Orte: UmBaukultur des industrie–kulturellen Erbes in Dresden, Chemnitz, Leipzig“
To translate kann bedeuten, etwas von einem Ort an einen anderen zu überführen, es in ein anderes materielles Medium zu übertragen oder von einer Sprache in eine andere zu übersetzen. Diesen Bedeutungen liegt ein gemeinsamer Vorgang zugrunde: Etwas wird verlagert, transformiert und in einem neuen Kontext lesbar gemacht. In der Architektur findet dieser Vorgang im wahrsten Sinne des Wortes statt, wenn Gebäude räumlich über territoriale Grenzen hinweg versetzt,1 in ein anderes Medium umgewandelt und als Träger kultureller Bedeutung neu interpretiert werden.
Die Ausstellung Translating the Rural präsentiert Forschungsergebnisse aus Radu Remus Macoveis laufender Doktorarbeit am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta), Moving Churches, Making Nations, sowie aus dem Entwurfsforschungsprojekt Ligneous Worlds, das Macovei im Rahmen des Julia Amory Appleton Traveling Fellowship in Architecture der Harvard Graduate School of Design entwickelte. Beide Projekte untersuchen die Wandelbarkeit von Architektur anhand zweier miteinander verbundener Formen der Transformation: der räumlichen Versetzung und der Anpassung im zeitlichen Verlauf. (Text: ETH Zürich, gekürzt)
Eröffnung, 18 Uhr
- Ausstellung „Translating the Rural“ Öffnungszeiten: Mo–Fr, 10–18 Uhr
Landschaft erzählt. Sie erzählt von vergangenen Zeitaltern und kommenden Zukünften, von menschlichen Eingriffen, Symbiosen und Zäsuren, von Beziehungen und Prozessen, eingeschrieben in die Körper und Erinnerungen von Pflanze, Boden, Tier, Stein und Mensch. Doch viele dieser Erzählungen bleiben verborgen.
Mit „Instances“ präsentiert die Bayerische Akademie der Schönen Künste eine Ausstellung der Landschaftsarchitektin Fanny Brandauer, die Landschaft nicht als Kulisse oder bloße Ressource betrachtet, sondern als komplexes, lebendiges Beziehungsgefüge. Die Ausstellung versammelt Versatzstücke aus vier Jahren Beschäftigung mit Landschaft: Fragmente, Ausschnitte und Momente aus mehr als zehn laufenden und abgeschlossenen (Zusammen-)Arbeiten.
Im Zentrum steht die Frage, wie Landschaft wahrgenommen, gelesen, verhandelt und vermittelt werden kann. Denn obwohl sie unsere Lebensgrundlage bildet, scheint die Entfremdung von ihr enorm. Ökonomische und politische Interessen ebenso wie kulturelle Vorstellungen prägen ihr Erscheinungsbild. Landschaft wird ästhetisiert, geordnet und kapitalisiert – doch wer handelt im Interesse der Landschaft selbst? Und welche Formen der Wahrnehmung und des Wissens sind notwendig, um ihr anders zu begegnen? (Text: Bayerische Akademie der Schönen Künste)
Franz Reschke Landschaftsarchitektur. Wo ist der Zauber?
Ausstellung in der Architektur Galerie Berlin
Öffentlicher Raum, so unscheinbar, so kaputt, so unvorhersehbar, so vielfältig und wertvoll – das Spektrum ist divers und generiert je nach Standpunkt verschiedene Auslegungen. Die Ausstellung thematisiert den Wert des öffentlichen Raums mit dem Fokus auf Atmosphäre und Wahrnehmung. Zu diesem Zweck mutiert der Galerieraum zur Erweiterung des öffentlichen Raumes: Das den Boden bedeckende Laub raschelt und füllt die Luft mit herbstlichem Geruch, Berliner Bänke laden ein zu verweilen, sich zu unterhalten und zu beobachten. Selbst das charakteristische Licht, welches das Bild der Galerie seit mehr als 25 Jahren prägt, verändert sich im Zusammenspiel mit der bei Dämmerung einsetzenden Straßenbeleuchtung. Auf diese Weise steht der durch das Schaufenster gerahmte Blick hinaus in die herbstliche Realität der Karl-Marx-Allee im Dialog mit der objekthaft atmosphärischen Installation im warmen Galerieraum.
Auf diese Weise wird das, was das Büro Franz Reschke Landschaftsarchitektur (FRL) „Zauber“ nennt, für die Besuchenden der Ausstellung eindrücklich erlebbar. Atmosphäre, Raum und Gestaltung öffentlicher Freiräume sind in den letzten 15 Jahren zentraler Schwerpunkt der Arbeit von FRL. Unvorhergesehenes, bedingt durch die Aneignung und Nutzung, ist dabei stets Teil der Realität. Klar ist, dass der Begriff „Zauber“ für jede/n eine andere Bedeutung besitzt und FRL hier mit den jeweils individuellen Erwartungshaltungen der Besucher:innen spekuliert. (Text: Architektur Galerie Berlin)
Kriege, Konflikte und ökologische Katastrophen zerstören weltweit Städte und Lebensräume. Der Wiederaufbau ist eine dringende Aufgabe; Millionen von Menschen brauchen Schutz, Räume, Sicherheit. Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt der Akademie der Künste in diesem Herbst mit dem Titel „Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau“ richtet den Blick auf jenen unsicheren Moment, in dem noch offen ist, wie Gesellschaften mit Verlust, Schuld und Erinnerung umgehen – und wie sie die Zukunft entwerfen. Der Begriff metaxy, altgriechisch für „zwischen“, bezeichnet dabei den Spannungszustand zwischen Ruine und Rekonstruktion, Vergangenheit und Zukunft.
Zu den drei Themenbereichen der Ausstellung, Häuser – Böden – Zeiten, findet ein diskursives und musikalisch-performatives Veranstaltungsprogramm statt. Ein umfangreiches Vermittlungsprogramm begleitet das Projekt. Ein Themenheft der Zeitschrift ARCH+ dokumentiert und vertieft die zentralen Fragestellungen. (Text: Akademie der Künste)
Eröffnung, 18.30 Uhr
- Ausstellung „Metaxy : Zwischen Zerstörung und Wiederaufbau“
Mittwochabend-Vorträge der Technischen Universität Darmstadt
Die Mittwochabend-Vorträge des Fachbereichs Architektur beleuchten aktuelle Themen an den Schnittstellen von Architektur, Kunst und Kultur. Die Reihe fragt nach dem, was heute relevant und wichtig ist – gesellschaftlich, gestalterisch und fachübergreifend. Renommierte Persönlichkeiten geben Einblicke in ihre Arbeit und eröffnen neue Perspektiven auf das Bauen und Denken in unserer Zeit.
Konzipiert und organisiert wird die Reihe von Prof. Wolfgang Lorch (Entwerfen und Baugestaltung) und seinem Team. Die Vorträge richten sich an die breite Öffentlichkeit und sind die meistbesuchte studienunabhängige Veranstaltungsreihe der Technischen Universität Darmstadt. (Text: Technische Universität Darmstadt)
Die Veranstaltungen sind öffentlich und kostenfrei. Sie finden in Präsenz statt. Die Teilnahme ist als Fortbildung bei der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen anerkannt.
Christian Illies: „Form Follows Beauty – Zur Notwendigkeit der Schönheit“, 18 Uhr
Peter Füssenich: „Der Kölner Dom – Erhaltung des Weltkulturerbes“, 18 Uhr
Prof. Dr. Martina Roth: „Dazwischen“, 18 Uhr
Gustav Düsing: „Timescales“, 18 Uhr
Elisabeth Endres: „Komplexität des Einfachen“, 18 Uhr
Das Thema der Nachhaltigkeit in der Architektur und Planung ist allgegenwärtig. Es gibt wahrscheinlich keinen Bereich in der Architektur, der sich nicht damit auseinandersetzt. Und so vielfältig wie die Disziplin der Architektur ist, so vielfältig sind auch die Perspektiven darauf in der Praxis und Lehre der Architektur. In diesem Semester möchten wir einen Blick auf unseren eigenen Fachbereich werfen: neun Professorinnen und Professoren des Fachbereichs b-k-w | Architektur der Hochschule Koblenz präsentieren ihre Haltungen und stellen sie zur Diskussion. Wo sehen sie die drängendsten Themen? Wo die größten Stellschrauben und wo die größten Herausforderungen? Wo sind sie selbst im Bereich der Nachhaltigkeit aktiv und was wünschen sie sich für die Zukunft?
In kuratierten Werk- und Projektvorträgen sollen Ein- und Ausblicke gewährt sowie Standpunkte, Herangehensweisen und Erfahrungen ausgelotet und diskutiert werden. Die Vortragsreihe ist offen für alle Interessierten. Immer mittwochs um 17:30 Uhr in Raum A029 (RheinMoselCampus). Alle Vorträge finden in Präsenz statt und werden nicht digital übertragen. Die Fachschaft Architektur hat ihre Bar vor, während und nach den Vorträgen geöffnet, dafür ein herzliches Dankeschön. (Text: Hochschule Koblenz)
Als Mitglied der Architektenkammer Rheinland-Pfalz können Sie eine Teilnahmebescheinigung für den Besuch dieser Veranstaltung erhalten. Pro Vortrag werden 2 US anerkannt.
Prof. Ulof Rückert: „Von der Ölkrise zum Null-Co2-Gebäude“
Prof. Nikolai Kugel und Prof. Andrea Uhrig: „Mehr mit weniger – Die Zukunft des Bauens“
Prof. Dr. Andreas Buss und Prof. Henrike Specht: „Stadt im Wandel“
Prof. Marc Immel: „Digitalisierung ist nicht nachhaltig“ Prof. Georg A. Poensgen: „Architektur in Balance“
Prof. Jo Ruoff und Prof. Peter Thomé: „Kein Weiter wie bisher“
Wir möchten Sie alle herzlich zu den kommenden Veranstaltungen der Vortragsreihe „ArchitektINNENwelten“ einladen! In dieser von Studierenden organisierten Reihe teilen Frauen aus dem Bereich Architektur und Planung ihre Erfahrungen mit uns und geben uns die Möglichkeit, unsere Zukunftsräume kennenzulernen und zu diskutieren.
So haben wir in den letzten Jahren bereits viele spannende Gespräche führen dürfen. Termine im Wintersemester 2026-2027:
Montag, der 02.11.2026 mit Bex Maher und Anastasia Bondar: Zukunft öffentlicher Toiletten, eine inklusive und nachhaltige Perspektive
Mittwoch, der 02.12.2026 mit Heidi Vormann: Aus dem Leben einer Münsterbaumeisterin, der Weg dorthin und wieder weg
Dienstag, der 12.01.2027 mit Frauke Burgdorff: Trust the process? Entscheidungsfindung im politischen Umfeld
Alle Gespräche finden um 18:30 Uhr in Haus Löwenstein (Markt 39, Aachen) oder digital via Webex statt. Vor Ort erwarten Sie Snacks, Getränke und anregende Diskussionen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (Text: FH Aachen)
Was passiert mit einer Kirche, wenn die liturgische Nutzung endet? Die Christ-König-Kirche in Bochum wird seit 1998 nicht mehr für Gottesdienste genutzt. Sie war Ausstellungsort, Manifesta-Standort und ist nun Schauplatz einer Frage, die viele Kirchen im Ruhrgebiet betrifft.
30 Architektur-Absolvent*innen der TU Dortmund zeigen in der Christ-König-Kirche in Bochum von Samstag, 7. November 2026, bis Sonntag, 13. Dezember 2026 in der Ausstellung „Kirche weiterbauen – Kulturhaus Ruhr“ ihre Masterarbeiten. Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 3. November 2026, um 19 Uhr. Für fünf Kirchen in Essen, Bochum und Wattenscheid (Hl. Schutzengel in Essen-Frillendorf, Christ-König in Bochum, St. Albertus Magnus in Bochum-Wiemelhausen, St. Paulus in Bochum-Querenburg und St. Johannes Baptist in Wattenscheid-Leithe) entwerfen sie neue Orte für Bewegung, Kunst, Wissen und Begegnung.
Ausgangspunkt ist immer das Vorhandene: Raumproportionen, Licht, Materialität, Atmosphäre und die Geschichte der Bauten. So entstehen Ateliers unter Gewölben, Bewegungsräume im Kirchenschiff, Bäder, Bühnen und Bibliotheken, aber auch Rechenzentren als begehbare Räume. Die Ausstellung erfolgt in Zusammenarbeit von Baukultur NRW und dem Lehrstuhl Massive Baukonstruktionen, Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen, der TU Dortmund. (Text: Baukultur NRW)
Orte, an denen unsere (demokratische) Gesellschaft verständlich wird, an denen wir uns treffen, austauschen, streiten, an denen wir Alltag teilen, geraten zunehmend unter Druck. Auf Plänen stehen sie selten, sie werden erstritten, erfunden oder entstehen zufällig. Teilweise werden sie anerkannt, institutionalisiert, renoviert, transformiert oder erweitert.
Was bedeutet das für unsere Disziplin? Wie können Räume der Aneignung entworfen werden? Können sie das überhaupt? Wie setzen wir uns als Entwerfer:innen in Beziehung zu Praktiken des Kampfes um ein Recht auf Stadt? Die Ausstellung gibt Einblick in eine Praxis, die auf unterschiedlichen Maßstäben und in immer neuen Kollaborationen wieder und wieder genau diese Frage bearbeitet.
Jedes Projekt eröffnet einen Zeitraum für präzise Recherche zum Gebrauch des Urbanen: zur Erfahrung einer Situation vor Ort und zum Alltag, der meist als selbstverständlich gilt. Sichtbar wird Unspektakuläres. Entworfen wird ein Zimmer im öffentlichen Raum, eine sieben Meter lange Bank, ein sich verbarrikadierendes Haus, ein Schlüssel, der nicht nur bei der Hausverwaltung liegt. Architektur kollektiver Minimalstrukturen legt nur so viel fest, dass Handlung möglich wird. Sie produziert Räume, die Fragen stellen, statt Antworten zu geben.
Projektbüro widmet sich gesellschaftlichen Fragestellungen in unterschiedlichen Maßstäben und zielt darauf ab, die Räume, die wir bewohnen, zu verbessern. Mit dem Wissen aus Bestand, Alltag und Gebrauch entwerfen sie Prozesse und Architekturen. (Text: auau)
Vernissage, 19 Uhr
- Ausstellung „Ok, aber warum?“ Mo.–Fr., 15–18 Uhr
Architekturvorträge an der Technischen Hochschule Augsburg
Nach mehreren Jahren Pause kehrt die Vortragsreihe Architekturvorträge an die Fakultät für Architektur und Bauwesen der Technischen Hochschule Augsburg zurück. Unter dem Titel „Nah und Fern“ versammelt die Reihe im Wintersemester 2026/27 renommierte Architektinnen und Architekten, aktuelle Preisträgerinnen und Preisträger sowie Positionen aus Forschung, Praxis und Baukultur.
Den Auftakt macht am 14. Oktober 2026 das Münchner Büro etal. ArchitektInnen mit einem Vortrag von Gesche Bengtsson. Das junge Büro zählt derzeit zu den spannendsten Stimmen der deutschen Architekturszene und wurde unter anderem für das Mehrgenerationenhaus in der Görzer Straße in München mit einer Auszeichnung beim Deutschen Architekturpreis 2025 gewürdigt.
Am 11. November 2026 steht die Ausstellungseröffnung zum Thomas-Wechs-Preis im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem BDA Schwaben werden ausgezeichnete Projekte und aktuelle Positionen regionaler Baukultur vorgestellt. Begleitend sprechen die Preisträgerbüros Groß / Kreft / Schropp sowie Alpstein Architektur über ihre Arbeiten und ihre architektonischen Ansätze. Der Thomas-Wechs-Preis gilt als bedeutende Auszeichnung für zeitgenössische Architektur in Schwaben.
Den Abschluss der Reihe bildet am 16. Dezember 2026Peter Grundmann Architektur aus Berlin. Peter Grundmann erhielt den DAM Preis 2026 für die Erweiterung des ZK/U Zentrums für Kunst und Urbanistik in Berlin und spricht über aktuelle Fragen des Weiterbauens, der Transformation und des öffentlichen Raums. (Text: Technische Hochschule Augsburg)
Gesche Bengtsson – „Über Zeit“, 18.30 Uhr
Ausstellungseröffnung „Thomas-Wechs-Preis“, ab 18.30 Uhr Groß / Kreft / Schropp – „Transformation eines Klosters“ Alpstein Architektur – „Einfach wertig bauen!“
Peter Grundmann – „Verdichtung des Realen“, 18.30 Uhr
Baustelle Transformation. Zehn Strategien für Stadt und Land
Wanderausstellung in Stuttgart
Mit der Wanderausstellung „Baustelle Transformation“ macht der BDA Station an der Universität Stuttgart, wo Fragen der sozial-ökologischen Transformation auch in Lehre und Forschung verhandelt werden. Stuttgart bietet als Ausstellungsort darüber hinaus die Gelegenheit, um die zehn Transformationsstrategien mit konkreten Projekten und Erfahrungen der IBA’27 StadtRegion Stuttgart abzugleichen und zu diskutieren.
Die Publikation und Ausstellung „Baustelle Transformation“ des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und des Deutschen Architektur Zentrums DAZ stellen zehn Strategien von Architektinnen und Architekten sowie Urbanistinnen und Urbanisten vor. Im Zentrum steht der bauliche Bestand als wichtigste Ressource für eine klimagerechte Zukunft. Transformation wird dabei als offener Prozess verstanden: Umbau statt Abriss, Experimente, temporäre Nutzungen und neue Formen gemeinschaftlicher Verantwortung. Aus diesen Ansätzen entwickelt die Ausstellung das räumliche Bild einer wandelbaren Stadt-Land-Landschaft, die zum Diskurs über zukünftige Lebens- und Arbeitswelten einlädt. (Text: Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA)
Das S AM Schweizerisches Architekturmuseum zeigt mit "Tony Fretton: Practic" eine Retrospektive mit ausgewählten Projekten des Londoner Architekten Tony Fretton (geb. 1945). Texte, Fotografien und Zeichnungen geben Einblick in seine Architekturpraxis und die Auseinandersetzung des Architekten mit dem bestehenden urbanen Kontext und der natürlichen Umgebung sowie deren sozialen, kulturellen und politischen Dimensionen.
Studien zur Performancekunst, Fotografien und Skizzenbücher sowie die Bauten für die Lisson Gallery (London, 1986 und 1992) prägten seine architektonische Haltung, die er in The Red House (London, 2000) weiterentwickelte und auf internationale Projekte wie dem Rathaus in Deinze (2014), der Britischen Botschaft in Warschau (2009), dem Fuglsang Kunstmuseum in Dänemark (2008) sowie dem Wohnblock am Rheinfall im schweizerischen Neuhausen (2022) übertrug.
Die in Zusammenarbeit mit Tony Fretton konzipierte Ausstellung zeigt die Bedeutung seiner Schriften und Zeichnungen für den Entwurfsprozess und als Ausdruck kollektiver Erinnerung. Ein neuer Fotoessay wendet diese Ansätze auf das historische Gebäude der Kunsthalle, in dem sich das S AM befindet, und ihr städtisches Umfeld an. (Text: S AM Schweizerisches Architekturmuseum)