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26.06.2008
Weißes Weißnichtwas
Calatrava-Brücke in Jerusalem eingeweiht
Tatsache ist, dass die Anfang 2007 begonnene, weiße Brücke mit den 66 Kabeln nun mit 129 Metern die höchste Konstruktion der Stadt ist und den Westeingang zu ihr überquert. Die 360 Meter überspannende Konstruktion soll ab 2010 neben einem bereits genutzten Fußweg auch die Light Rail-Linien anbinden, die von Ost nach West auf der Jaffa Road zum Herzl Boulevard verlaufen. Ursprünglich als einfache Betonbrücke geplant, sah die Stadtregierung die Chance, mit einer zeitgenössischen Architekturskulptur dem wenig einladenden Viertel am Westeingang zur Stadt, das von öden Wohnblocks und Hotels geprägt ist, ein wenig mehr Charme zu verleihen.
Natürlich ist eine Calatrava-Brücke ein etwas gewagter Aufbruch in die architektonische Neuzeit für eine Stadt wie Jerusalem, die mehr für Architektur aus der Zeit der Könige Herodes oder Suleiman dem Großen (Salomon) bekannt ist als für inspirierende zeitgenössische Bauten.
So wurde mit Kritik auch nicht gespart: Der Herausgeber einer israelischen Architekturzeitschrift nennt sie ein „Monster, das das Ego des Architekten und nicht die Stadt Jerusalem repräsentiert.“
Die Bewohner, vor allem jüngere, finden die Brücke eher positiv und meinen, dass Wandel Jerusalem gut tun würde. Sie geben der Brücke bereits Namen wie „Davidsharfe“, „Segel“ oder „Spinnennetz“.
Zum Thema:
Video zur Zeit der Fertigstellung






