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28.03.2011

Frozen Forest

Schulkomplex von Bekkering Adams fertig


Bloemershof nennt sich dieses neue Gebäudeensemble in dem Ort Dieren der ostniederländischen Gemeinde Rheden. Entworfen und geplant von dem Rotterdamer Büro Bekkering Adams Architecten ergänzt der Neubau als städtebauliches Ensemble die Schnittstelle zwischen Dierens Altstadt und einem nahen Waldgebiet des Nationalparks De hoge Veluwe und verbindet diese durch großzügige Freianlagen und Gärten.

Zu dem ersten im Frühjahr fertig gestellten Bauabschnitt zählen der 1.740 Quadratmeter große Komplex für eine Berufsschule, die 890 Quadratmeter große Feuerwache sowie das 500 Quadratmeter großes Sportzentrum. Diese Nutzungen werden im Herbst pünktlich zum neuen Schuljahr in Betrieb genommen. Anschließend sollen in einem zweiten Bauabschnitt 15 Wohnhäuser und 22 Apartments realisiert werden.

Passend zur Umgebung, dem größte zusammenhängenden Waldgebiet der Niederlande, wurden Schule, Feuerwache und Sporthalle von den Architekten als „gefrorener Wald“  (Frozen Forest) konzipiert: Die offenen und transparenten Erdgeschossbereiche werden besonders durch die schrägen Stützen in der Fassade geprägt. Wie weiße Baumstämme stehen die Betonsäulen vor den Glasfassaden. Darüber schwebt das „Blätterdach“ der oberen Geschosse – eine feine Struktur aus schlanken Holzlamellen. Eine großzügige Pergola bildet den Übergang zwischen Gebäudewald und den Wäldern des Veluwe.

Die Innenräume sind hell und geräumig angelegt. Mit einer großen zentralen Halle und Kantine sowie einer Vielfalt von Klassen- und Seminarräumen bietet die Berufsschule flexible Nutzungsmöglichkeiten. Unerwartete Blickbeziehungen zwischen den einzelnen Nutzungen verbinden diese innerhalb des Gebäudeensembles.

Was man auf den ersten Blick nicht sieht: Die gesamte Dachfläche ist mit Solarpaneelen bestückt, die den Neubau mit Energie versorgen. Neu für die Niederlande ist auch das, was die Architekten ein „Concretecool System“ nennen: Ein ökologisches Gebäudekühlungssystem, das die guten Wärme-Speicherfähigkeiten des Betons nutzt. Auf dem Dach wird eine große Photovoltaik-Anlage installiert, ein Tageslicht-Regulierungssystem soll die Energiekosten auf ein Minimum senken. Nachhaltigkeit kann eben auch äußerst elegant sein.


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