- Mehr von BauNetz:
- Baunetz Wissen
- Designlines
- Produktsuche
- uncube
- Weitere Angebote:
- BAU 2013 | Messe-TV
- BAU 2013 | Special
- Filme BauNetzTV
- Orgatec Special
Sie lieben Architektur?
Wir auch. Deshalb berichten wir täglich darüber. Und stellen von Architektenprofilen bis zu Wettbewerbsinformationen alles ins Netz, was für Architekten und Planer interessant und nützlich ist.
Für Ihre tägliche Dosis BauNetz abonnieren Sie am besten unseren Newsletter. Wenn Sie darüber hinaus über Veranstaltungen in Ihrer Nähe informiert werden möchten, melden Sie sich bitte hier an.
Anregungen oder Fragen senden Sie bitte per Mail an unseren Kundenservice. Oder rufen Sie uns an unter 030 / 887 26-300.
17.07.2012
Geometrischer Erstling
Schule und Kita in Graubünden
Eintagsfliegen zu bauen liegt dem Churer Architekten Raphael Zuber sicher nicht. Seine präzise und forschende Entwurfshaltung hat ihm schon einige Aufmerksamkeit und gewonnene Wettbewerbe eingebracht, sein erstes realisiertes Gebäude aber steht erst seit kurzem in Grono, einem Dorf im Schweizer Kanton Graubünden.
Das achsensymmetrische Gebäude auf quadratischem Grundriss nimmt drei Funktionen auf: eine Schule, einen Kindergarten und einen Gemeindesaal. Der Architekt nutzte die Besonderheit des stark abfallenden Geländes geschickt aus, indem er den Zugang zum Kindergarten im Erdgeschoss zum Tal, den zur Schule im zweiten Stock hingegen zum Hang orientierte, sodass beide Einrichtungen ebenerdig erreichbar sind. Der Gemeindesaal liegt im ersten Geschoss. Umgeben ist das Gebäude von einem öffentlichen Platz, der als Pausenhof dient, und einem kraterförmigen Garten, der mit einer Blumenwiese bepflanzt dem Kindergarten zugeordnet ist.
Quadrat, Kreis(segmente) und Ellipse charakterisieren den bräunlich eingefärbten Betonbau. Das ist allerdings keine reine Spielerei mit geometrischen Formen – die Strenge gibt dem Bau eine Identität, die ihn gegenüber der heterogenen Umgebung als öffentliches Gebäude hervorhebt. Im Inneren trägt der Aufbau zu einer klaren Organisation bei: An den vier Ecken sind die Klassenzimmer angeordnet; sie öffnen sich jeweils nach zwei Seiten sowohl zum Tal als auch zum Berg. Die Nebenräume und eine halbkreisförmige Treppe liegen dazwischen. Entlang der Mittelachse verläuft auf allen drei Ebenen ein breiter Gang mit Garderoben.
Die Lasten der Deckenplatten bündeln sich jeweils in der Mitte der Fassade, wo die Wandscheiben ellipsenförmig zusammenlaufen. Die geschwungene Form der Fassaden und ihre Farbe wecken Erinnerungen an Frank Lloyd Wrights Marin Civic Center im kalifornischen San Rafael.
Fotos: Javier Miguel Verme
Auf Karte zeigen:
Google Maps
Kommentare:
Kommentare (8) lesen / Meldung kommentieren










