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19.04.2017

Park and Pendel

Parkhaus in den Niederlanden von Moederscheim Moonen


Das im Osten der Niederlande gelegene Zutphen ist eine Kleinstadt mit innerstädtischem Wachstumsbedarf. Der Ausbau des ehemaligen Industriegebietes Noorderhaven an der Ijssel, das direkt an die Altstadt angrenzt, steht im Zentrum der städtebaulichen Umstrukturierung, die Wohnraum und kommerzielle Flächen schaffen soll. In der Gegend rund um den Hauptbahnhof wurden Maßnahmen ergriffen, um das neu entstehende Wohngebiet verkehrstechnisch zu entlasten: Das kürzlich fertiggestellte Parkhaus park + ride von Moederscheim Moonen Architects ist eine davon.

Für das neue Parkhaus haben die Rotterdamer Architekten die typischen Industriehallen, mit denen die Gegend ursprünglich auch bebaut war, neu interpretiert: Die Frontfassade zitiert das  Satteldachhaus und das gesamte, viergeschossige Parkhaus ist mit Holz verkleidet. Die Konstruktion aus Holzlatten umschließt das Bauvolumen mit einer Grundfläche von 12.780 Quadratmetern ununterbrochen, zugleich wirkt sie semitransparent. Auf diese Art wird einerseits die natürliche Belüftung und Belichtung des Neubaus gewährleistet, außerdem wird auch der Straßenraum kaum verschattet.

Der langgestreckte Neubau bildet im Stadtraum unter der Eisenbahnlinie zwei verschiedene Unterführungen, für Autoverkehr und Fußgänger. Während sich der Haupteingang der Fußgänger und Radfahrer eher zurückhaltend in die Umgebung einfügt, sieht es an der gegenüberliegenden Fassade vollkommend anders aus: Hier sind zwei Rampen für Autos untergebracht, deren runde Formen sich deutlich an der Gebäudehülle ablesen lassen. Im Erdgeschoss befinden sich 600 Stellplätze für Fahrräder; auf den weiteren Etagen bis zu 380 Parkplätze für Autos. Ein Angebot für die niederländischen Pendler, – und ein Startpunkt für Architekturtouristen, hier ihr Auto zu parken und den Hertzberger Parc im nahen Apeldoorn per Bahn zu erkunden. (mg)

Fotos: Harry Noback, Bart van Hoek


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