Roll over Beethoven!
Wettbewerb in Bonn hat begonnen
Ludwig van Beethoven ist wohl der berühmteste Sohn der Stadt Bonn. Jedes Jahr erinnert man in Bonn mit einem internationalen Musikfestival an ihn. Für die Planungen des dafür notwendigen neuen Beethoven-Festspielhauses in Bonn hat sich nun, so könnte man sagen, die Champions League der Architekten beworben: Unter den elf internationalen Architekten sind viele der üblichen Verdächtigen dabei, von Richard Meier (New York/ Los Angeles) über Zaha Hadid (London), Murphy/Jahn (Chicago), Foster & Partners (London) bis David Chipperfield (London).
Bis Mitte Dezember müssen sie ihre Entwürfe abgeben und dabei den Kostenrahmen von 75 Millionen Euro einhalten. Wie sie mit dem Areal rund um die Beethovenhalle und der alten Halle selbst verfahren, bleibt ihnen freigestellt. Die spannende Entscheidung soll im März 2009 fallen. Man könnte nun Wetten abschließen, wer die Beethovenhalle in seinen Entwurf integrieren oder wer sie abreißen lassen wird...
beim icc Bonn wird darüber diskutiert, warum keine bonner handwerker beauftragt werden, was auf grund von vergaberecht gar nicht steuerbar ist und bei einem großprojekt dieser art ruft man lieber die weltelite. das ist wie in schilda!
wenn man sich sicher sein könnte, dass diese nahmenhaften büros (es sind ja schon lange keine einzelpersonen mehr!) die gestalterische qualität liefern, für dei sie berühmt sind, wären sie jederzeit willkommen. aber inzwischen entsteht die architektur von museen, konzerthäusern oder anderen kulturstätten im IKEA- prinzip. gehry, der trotz seiner qualität gott sei dank nicht eingeladen wurde, hätte es sich nehmen lassen seinen grandiosen entwurf für bilbao noch einmal zu knautschen, 2x durch den renderer rutschen zu lassen und dann wie in düsseldorf und herford als billige kopie fallen gelassen. copy - paste.
warum lädt man nicht die architekten dieser welt dazu auf (ja auch deutsche) etwas geniales zu schaffen. dabei ensteht sicher ein besserer regionaler bezug, eine individalisierung der bauaufgabe und sicher die gleiche nicht sogar bessere architektur als es die TOP10 auch schaffen.
das, was all die genannten namen entwerfen werden wird hoffentlich die qualität haben, die die großen namen versprechen, aber wahrscheinlich kann das ergebnis in rio, new york, tokio oder eben in bonn stehen.
bonn verpasst die chance durch besonders gewagte und gute architektur zu glänzen und versucht durch einen großen namen die aufmerksamkeit der welt zu erhaschen.
natürlich wird genau das der wunsch der großen unternehmen post und telekom sein, aber bonn verpasst die einmalige chance sich durch qualität zu profilieren und nicht durch markenarchitektur aus dem regal.
traurig....
das sind alle tolle architekten- top- architekten
wenn es deutsche konkurrenzfähige architekten gibt, die gibt es bestimmt, dann''ran an die sache'' ''traut euch'' ;es hat doch nichts damit zu tun ob sie durften oder nicht!
ich hoffe aber zaha hadid schafft es , die ist einfach toll !!!!
http://www.bonn.de/tourismus_kultur_sport_freizeit/bonn_ist_kultur/festspielhalle_beethoven/00481/index.html?lang=de
.... immer dabei
schade,
internationale architektur könnte sich noch wesentlich differenzierter präsentieren.