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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Thermenmuseum_von_O._M._Ungers_in_Trier_fertiggestellt_3719.html

11.06.1998

Fenster in die Stadtgeschichte

Thermenmuseum von O. M. Ungers in Trier fertiggestellt


Die Stadt Trier und das Rheinische Landesmuseum haben am 10. Juni 1998 mit der Schlüsselübergabe zu den „Thermen am Viehmarkt“ einen neuen Museumstyp erhalten: ein Grabungsmuseum, das wie ein mächtiges „Fenster“ die Stadtgeschichte zeigt. Überreste der römischen Thermenanlagen werden als Großexponat konserviert und an Ort und Stelle in die museale Präsentation integriert. Sie sind geschützt und überdacht von einem Glaskubus von 30 mal 12 Metern Seitenlänge, der sich auf Stahlsäulen über dem Platz erhebt.
Gebaut hat den Glaskasten Oswald M. Ungers zwischen 1993 und 1998 – Kostenpunkt 22,2 Millionen Mark. Wie die Pressestelle des Museums mitteilt, handle es sich hier um den „bundesweit aufwendigsten Schutzbau über archäologischen Resten der Römerzeit“. Bis zur offiziellen Einweihung im Juni 1999 wird dem Publikum eine provisorische Besichtigungsmöglichkeit, jeweils an den Wochenenden, angeboten. Auf die Museumsleute wartet nun eine zwölfmonatige Einrichtungsphase, innerhalb derer es gilt, die Fundspuren der Vergangenheit ins rechte Licht zu rücken und möglicherweise zusätzlich Bestände des Landesmuseums, das unter Platznot leidet, zu übernehmen. O. M. Ungers warnte beim Festakt vor einer Überfüllung seiner Glas-Vitrine, wie der „Trierer Volksfreund” in seiner Ausgabe vom 11. Juni 1998 schreibt. Und vielleicht auch vor einer „Entweihung“, denn Kulturministerin Rose Götte denkt angeblich laut darüber nach, die leeren Kassen zu füllen und den Thermenraum an private Veranstalter zu vermieten.


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