Mogam
Studenten-Lounge für die RWTH Aachen
Aus dem zweisilbigen koreanischen Begriff „Mo-gam“ wird im Deutschen ein zweigliedriger Satz: „Die Erde nutzbar machen und zum Blühen bringen“. Kein Wunder, dass man sich da lieber für die koreanische Variante entscheidet: „Mogam“ heißt also ein neuer Erweiterungsbau der RWTH Aachen, der zum Wintersemester 2007/08 fertig gestellt wurde. Das als „Studenten-Lounge“ konzipierte Gebäude entstand nach den Plänen von Nikolic + Doering Architekten (Aachen), Stifter ist der Südkorea-stämmige Alumnus und Ehrensenator der RWTH Aachen, Young-Sup Huh.
„Mogam“ schmiegt sich dicht an einen Altbau an der Kármánstraße, er ist nur sieben Meter breit, dafür 27 Meter lang und 17 Meter hoch. Hier können die Studenten – vor allem des benachbarten Vorlesungszentrums „Kármán-Forum“ – arbeiten, diskutieren oder sich zurückziehen. Das Gebäude steht aber allen Studenten der RWTH zur Verfügung. Die Arbeitsplätze sind nicht dauerhaft zugewiesen. Das Sockelgeschoss des Mogam nimmt den Koreatreff ein, einen zentralen Anlaufpunkt der Koreanischen Studentengemeinde der RWTH Aachen.
Auf vier Vollgeschossen und einer Empore verteilen sich 150 Arbeitsplätze auf ca. 750 Quadratmetern Nutzfläche. Die Geschossebenen sind als durchgehende, atelierartige Arbeitsflächen mit WLAN/LAN und Stromversorgung an allen Arbeitstischen ausgestattet und – unter anderem dank eines Aufzugs – barrierefrei. Die Baukosten betrugen brutto 1,8 Millionen Euro.
Der vorher angesiedelte Parkraum für etwa drei - fünf PKW war bei weitem nicht städtebaulich erhaben.
Das nun neu errichtete Gebäude füllt die Lücke hingegen optimal, wirkt aufregend, stellt Kontraste da, ist eine sinvolle und erfrischende Ergänzung.
Finde ich zumindest ...
Grüsse aus Zürich
Interieur und (Rück)Seite sind (bis auf die angeklebten Treppchen) sehr gelungen und strahlen gekonnte Eleganz aus.
Schade, dass mal wieder kein Geld dafür da war, auch über den angrenzenden Freiraum nachzudenken.
Die Haltung "das Gebäude - unser Gebäude - spricht für sich" der Architekten zeigt die an der RWTH übliche und eitle Attitüde, die nicht für den Bauherrn sondern für das Ego baut und die Kritik mit ignoranter Aggression begegnet. Bedauerlich.
Glückwunsch zum Projekt mit Berliner Augen gesehen.