La - Le - Lu...
Rote Schwedenhütte auf dem Mond geplant
Kurz vor Gründonnerstag noch ein rotes, schwedisches Osterei: Vor sechs Jahren hielt der Künstler Mikael Genberg in seiner Heimatstadt Västerås bei Stockholm eine flammende Rede, in der er den „allgemeinen Mangel an Verrücktheit“ beklagte. Wohl ein berechtigtes Anliegen in Schweden – aber nicht nur dort.
Genberg schlug vor, diesem Mangel mit dem Bau einer kleinen roten Schwedenhütte auf dem Mond beizukommen. Er war selbst darüber erstaunt, wie rasch ein Minister, einflussreiche Parlamentarier, Industriebosse mit viel Geld und auch Schwedens erster Astronaut Christer Fuglesang bzw. die nationale Raumfahrtbehörde Interesse zeigten. Der Künstler wurde kurzerhand zum Projektmanager der eigens gegründeten Firma Luna Resort AB, die das Jahr 2012 als „Bezugstermin“ angibt – die Illustrationen auf der Website von Luna Resort erinnern übrigens deutlich an ein berühmtes Buch von Saint-Exupéry.
Mit ihren bescheidenen zehn Quadratmatern Wohnfläche ist die rote Hütte auf gelbem Mond bereits als Prototyp in Västerås zu besichtigen; dort allerdings mit Dachziegeln und auf grauem Fels stehend.
Aus einem ultraleichten Material hergestellt – dessen Zusammensetzung selbstverständlich streng geheim gehalten wird – gilt die Behausung, wenngleich nicht als alltagstauglich, so doch als all-tauglich.
Natürlich wurde die Mission inzwischen auch mit einer politischen Botschaft bestückt: „Wir wollen damit vor allem zeigen, dass man Grenzen sprengen kann und so auf ernste Probleme in der Welt hinweisen“. Die schwedische Mond-Mission soll nach aktuellen Informationen mithilfe einer russischen Trägerrakete geschehen. Der Start könnte laut Gensberg in einem dafür gemieteten Sportstadion übertragen werden.
Schwedens Raumfahrtbehörde und die als Sponsoren auftretenden Unternehmen erhoffen sich vor allem eine Imagepflege für Schweden als Hochtechnologie-Land. 500 Millionen Kronen (56 Millionen Euro) müssen bis zum Countdown gesammelt werden. Insbesondere in Deutschland gibt es spätestens seit eines ARD-Berichts schon viele Fans, die nun fleißig Lunaresort-Plaketten kaufen.
Das Mondhäuschen ist sicher ein lustige Idee, und Perspektivwechsel können sehr nützlich sein. Mit 56 Millionen Euro kann man aber sicherlich eine Menge „ernster Probleme in der Welt“ lösen – ohne dabei das All mit weiterem „Zivilisationsmüll“ zu belasten.
es tut mir ja leid dass sie so viel gelitten haben muessen um verstanden zu haben was auf unserer erde los ist...., !
gedankenlos? asozial?
-also kunst soll doch gedanken verstaerken und den focus auf verschieden defizite lenken. dass dieses hier funktioniert kann man sehr gut an Ihrem Kommentar, sehr geehrte Leli, feststellen. somit sind sie selber, (geschunden und gelitten natuerlich), das beste beispiel das kunst gerade jetzt notwendig ist und sie selber defizite haben kunst zu verstehen!
man sieht auf bild drei genau die verstaerkung, naemlich die perspektive mit der erde im hintergrund, und das da kein reichenhotel auf dem mond entsteht ist mit dem gartenhaeusschen schoen & zynisch beantwortet worden. wissen sie wieviel menschenverursachter muell durch das weltall fliegt!?wissen sie dass die usa seit vier jahren unsummen dafuer ausgibt dass man auf den mars auswandert,? und alles mit steuergeldern!! ....mit deutschen steuergeldern wird z.bsp. in mitteldeutschland eine pyramide als grab gefoerdert (ebenfalls ein grossartiges kunstobjekt!)......und eine schlossfassade gesponsort..(was man nun wirklich ideenlos und wirklich asozial nennen kann)!!..!!
dieses projekt hier ist einfach interessant und katalysiert ein thema, wohin mit unserem reichtum....!...genau die fragen die sie hier aufwerfen, armut, vermuellung etc. werden durch dieses projekt wunderbar hinterfragt,
und die bekommen sogar geld dafuer.!!!...dann muessen sie es auch bauen...wie die pyramide...etc..
ist nicht genau der blick auf die erde, als ein ganzes, der anfang uns als einheit zu verstehen..."?? die erde ist ein raumschiff mit nur einer mannschaft!!
auch sehe ich hier referenzen zu thomas schuette, erwin wurm etc. diesen sollte man keine groessenwahnsinnige einstellung nachreden. auf unserer erde, z.b. in dubai, china bebauen wahnsinnig gewordene developer und architekten riesenflaechen und sie lassen hier eine kritik los gegen poesie...
und leli, warum kotzt es sie nicht an das man in berlin ein schloss ohne inhalt baut!!!!!?
dann doch lieber kunst auf dem mond!!!!
also!!
jetzt sind wir dran, leli, bitte, kopf wieder in den sand stecken, BITTE!!!.