Diplomatenpark
Retro-Stadtvillen in Berlin-Tiergarten
Vor 25 Jahren war die Groth-Gruppe schon einmal am südlichen Tiergartenrand in Berlin tätig: Damals baute sie postmoderne Stadtvillen der Internationalen Bauausstellung (IBA) an der Rauchstraße. Inzwischen ist der Retro-Stil bei diesem Investor vom postmodernen Spiel zur beinharten Realität erstarrt: Für die Stadtvillen neben dem Tiergarten-Dreieck, die unter der Bezeichnung „Diplomaten-Park“ vermarktet werden, wurde am 15. Juli 2008 der „Projektstart“ bekannt gegeben. Der Standort liegt auf einer Brachfläche zwischen dem Canisius-Kolleg und den Botschaften an der Hiroshimastraße.
Sechs von zehn Gebäuden baut die Groth-Gruppe. „Das Architekturkonzept verfolgt die Leitidee ‚Vielfalt in der Einheit‘. Unter Aufrechterhaltung eines harmonischen Gesamtbildes zeichnen sich die Gebäude durch eine unverwechselbare Identität aus, da sie von unterschiedlichen Architekten gestaltet werden.“ Wer diese Architekten sind, konnte oder wollte der Investor auf BauNetz-Anfrage nicht sagen.
Aus der Investorenprosa: „Entlang einer schmalen Parkstraße richten sich links und rechts je fünf Villen auf, deren großzügige Grundstücke eine luftige, sonnige Bebauung ermöglichen. Jede Villa imponiert durch ihren individuellen Ausdruck. So präsentieren sich klassische Fassaden mit bogenförmigen Elementen, Brüstungen, Säulen und schmucken Stuckelementen. Ihre Symmetrien treten in bald preußischer Strenge den Beweis der Formvollendung an, während gegenüber ein moderner Rhythmus aus Glas und Stein gespielt wird.“
Die Groth-Gruppe investiert hier 42,5 Mio. Euro; die Bauarbeiten sollen bis Ende 2009 abgeschlossen sein.
Die "fließende Scheiße" ist der Endpunkt habe ich geschrieben... In dieser ehrlichen Form noch nicht vorhanden. Dauert aber sicher nicht mehr lange.
Feel good! Das Leben ist schön...
bedient nur die klischees, bauchpinselt die konservative einheitsstile der polohemdträger/massanzug/sportcupe-fahreroder suv/
statusmeinerei par exelence. bitte noch mit starkstromzaun und überwachungscrew gegen die proletarischen massen..
gähnn; sind die potenziellen kunden respektive investoren(man sieht sie sitzen eben im gleichen boot) so langweilig und durchschaubar???? ja sie sind es!! dabei fahren die soch auch manchmal wegen investitionszwecken in dei schweiz...leider bleibt nix hängen...
falsch in der debatte sind argumente gegen "fließende scheiße". wo seht ihr die in bezug auf eine solche architetktur? in dubai? eben da auch nicht! also wo????
ehrlich sowas feiert man eben nicht als neue architektur; sowas verdient nichtmal einen bericht.. das ist architektur von der stange, weil sie es sicher nicht durchdrücken das stilistisch einwandfrei zu inszenieren. wäre viel zu teuer, und die handwerker die dann richtige stuckarbeiten machen könnten kriegen sie nicht..
ex equo ist das stadtschloss in berlin eben auch dem untergang geweiht. modern maieriertes etwas.. nicht fisch nicht fleisch!!! aber feiert das nur als neu aufblühende retromoderne... bitte!
und nebenan am potsdamer platz, lenné-dreieck (ein in den 1930ern von den nazis enteignetes wertheim-grundstück, das dann karstadt erhielt) baute kollhoff das nicht minder rückwärtsgewandte beisheim-center - by the way, otto beisheim war soldat in hitlers leibgarde gegenüber...
und jetzt noch obendrauf preußische strenge von k. t. brenner...speer senior wäre begeistert! berlin, du bist so wunderbar!