Die Idee der Stadt
Rationalismus-Kongress in Köln
Bemerkenswert: Die Fachhochschule Köln holt sich geballte deutsch-italienische Architektur- und Theoriekompetenz ins Haus, um zwei Tage lang über das Anliegen des architektonischen Rationalismus zu diskutieren.
Das liest sich in der Einleitung dann so: „Seit Anfang des 20. Jahrhunderts geht der architektonische Rationalismus von der Annahme aus, dass die Architektur auf zeitlosen Regeln und Gesetzen gründet. Dieser in der Disziplin der Architektur selbst verankerte Kanon transhistorischer Verbindlichkeiten gilt der Rückbesinnung als diejenige letzte Instanz, die aus der ästhetischen Krise der modernen Architektur und ihrer Stadt-Vergessenheit herausführt. Das historisch angelegte und offene Projekt rationalistischer Architektur sieht sich gegenwärtig, im globalen Zeitalter, erweiterten Fragen und neuer Sorge um die Stadt gegenüber.
Der deutsch-italienische Kongress „Die Idee der Stadt. Konzepte einer rationalistischen Architektur“ konfrontiert die Idee des Rationalismus in der Architektur mit den großen zeitgenössischen Fragen, die sich an den Entwurf und das Bauen in der Gegenwart richten. Architekten, Architekturtheoretiker, -historiker und -kritiker stellen in Vorträgen und in Diskussionen überkommene und erneuernde Theorien, Konzeptionen und Ideen einer rationalistischen Architektur der Stadt vor.“
An dem Kongress nehmen unter anderem teil: Bernd Albers (Berlin), Nicola Di Battista (Rom), Klaus Theo Brenner (Berlin), Jasper Cepl (Berlin), Andreas Denk (Berlin/Bonn), Max Dudler (Berlin/Zürich), Massimo Fagioli (Florenz), Jan Kleihues (Berlin), Hans Kollhoff (Berlin/Zürich), Christoph Mäckler (Frankfurt am Main), Vittorio Magnago Lampugnani (Mailand/Zürich), Christoph Mäckler (Frankfurt), Walter Arno Noebel (Berlin/Frankfurt), Uwe Schröder (Bonn/Köln) und Gerwin Zohlen (Berlin) – insgesamt also die Fraktion der Architektenschaft, die sich einer eher monumentalen, „ehernen“ Spielart der Moderne oder auch eines neuen Historismus verpflichtet fühlt.
Termin: 25.-26. September 2008, 10-20 Uhr
Ort: Karl-Schüssler-Saal, Architekturfakultät der Fachhochschule Köln, Betzdorfer Straße 2, in 50679 Köln
Aber in Dubai / China darf monumental gebaut werden - die dürfen auch die große Halle bauen (wenn sie von Koolhaas, Hadid etc. ist).
Die hiesige Architektenlandschaft ist nichts als Heuchlerei.
Eine Diktatur, sicherlich. Aber nur diese?
Oder darüber hinaus Etwas anders im Sozialen,
im Politischen, in der Doktrin der politischen Theorien , im Städtebaurecht, in dem Verständnis der Architektur als Ordnungsgerüst eines Kollektivs, in der Stadttheorie mit dem einmaligen Dialog zwischen Urbanistica und Archeologia, in der Arbeitswelt mit dem Corporativismo und La Carta del Lavoro, in der Schul-und Hochschulwelt mit einer vorbildlichen und v.a. in dem heutigen Italien unübertroffenen Reform? Was ist eigentlich von der Erbe jener Zeit/Erfahrung in das nachfolgenden "Culturame" meines lieben Italiens übergegangen?
Fragen und das Angebot oder die Gelegenheit für die kranke Gesellschaft meines Landes, sich ernsthaft "auch" mit dieser Vergangenheit zu messen und notfalls sich in Frage zu stellen.
nicolapiroarchitetto