Maniahattan
Murphy/Jahn planen neues Großprojekt in New York
Seit „Delirious New York“ war es das Paradebeispiel für urbane Verdichtung: Manhattan. Jahrelang ging es hier vor allem in die Höhe, spätestens seit 9/11 und nun auch noch in der Immobilienkrise jedoch qualitativ bergab. Doch am Boden schlummern ungeahnte Potenziale, sprich Brachflächen, die in den Augen, sagen wir mal, gewinnorientiert handelnder Investoren und Stadtväter nach Urbarmachung, Bebauung und Vermarktung förmlich schreien: Am 26. März 2008 erhielt der Investor Tishman Speyer mit dem Architekturbüro Murphy/Jahn (Chicago) den Zuschlag für die Entwicklung des Westside Railyard-Areals westlich der Penn-Station.
Das rund zehn Hektar große Gebiet dient derzeit als Eisenbahndepot – reine Platzverschwendung angesichts des Flächendrucks, der auf der Stadt lastet. Die Züge sollen in Zukunft unterirdisch geparkt werden, darüber schlagen Investoren und Architekten eine Mischnutzung vor. Das Gebiet war bereits zur Olympia-Bewerbung der Stadt beplant worden, damals wollte man hier ein Stadion bauen.
Insgesamt eine Milliarde Dollar soll die Verpachtung des Areals in die öffentlichen Bahnkassen spülen, der Vertrag läuft über 99 Jahre. Das neue Konzept sieht die Bebauung des Areals entlang eines schmalen Parks vor, der sich von dem West Side Highway bis zur 10th Avenue erstreckt. Geplant sind vier gläserne Wolkenkratzer, die das Gelände an den signifikanten Ecken markieren (eigentlich fehlt nur noch die Burgmauer) und ein paar „kleinere“ Türme sowie einige Solitärbauten, zum Teil für kulturelle bzw. öffentliche Nutzungen. Kritiker sehen auch in dem Park angesichts der Dominanz der Baukörper eher eine erweiterte Shoppingmall denn einen öffentlichen Grünraum.
Außer Murphy/Jahn mit Tishman Speyer hatten unter anderem auch Steven Holl sowie ein Team aus SOM mit Diller Scofidio + Renfro teilgenommen, deren Investorenpartner allerdings nicht so hoch bieten konnten wie die Konkurrenz, so dass sie frühzeitig ausschieden.
Viele weitere Visualisierungen des Projekts sowie einen Lageplan finden Sie in unserer Bildergalerie, die Sie über Klick auf ein Bild (Zoomfunktion) aufrufen können.
nun kann er in seinen diavorträgen aber auch das bei foster und oma gern verwendete "diagrid" vorweisen:
"modern architecture, steel, glass, with a diagrid...next...oh, you wanna know if this one is in china? no, it's new york!...but we are also doing something similar in china soon...next..."
da ist der helmut jahn auch sehr beliebt. weil er der smarte investorenliebling ist. die visualisierungen inkusive ihrer inhalte sind da völlig nebensächlich.
denn, da könnt ihr fragen wen ihr wollt, fachkompetenz zählt bei einstellungsgesprächen nur etwa 10 prozent der rest ist ausstrahlung....
und so ist das auch bei dem jahn, so leids mir persönlich am allermeisten tut...
diese transparenz und die tolle lichtstimmung bei nacht. solche meisterleistungen machen unsere graue welt schöner. und die vielen menschen. das wird sicher ein lebendiger ort werden.
mal was ganz anderes.