Kompakte Kiste
Kita in Berlin eröffnet
Am 16.03.2007 wurde die Kindertagesstätte Baseler Straße im Schweizer Viertel in Berlin-Lichterfelde eröffnet. Das Gebäude wurde vom Architekturbüro Peter W. Schmidt (Berlin/Pforzheim) geplant und realisiert und ist für 100 Kinder im Alter von acht Wochen bis sechs Jahren angelegt.
Um die Grundstücksfläche optimal auszunutzen und die notwendige Spielfläche von 1.000 Quadratmetern freizuhalten, gaben die Architekten dem Baukörper einen L-förmigen Grundriss. Der langgestreckte, zweigeschossige Baukörper gliedert sich in einen ost-west-orientierten Hauptbaukörper an der Baseler Straße mit den Gruppen- und Nebenräumen sowie einen nord-süd-orientierten Kopfbau für die übergeordneten Nutzungen. Die Haupterschließung erfolgt von der Westseite über ein zentrales Foyer, das die unterschiedlichen Funktionsbereiche kompakt miteinander verbindet.
Das Farbkonzept spielte bei der Gestaltung des klaren Baukörpers eine große Rolle. Die Fassade ist mit Holzpaneelen unterschiedlichen Formats verkleidet. Diese warme Farbgebung der Fassade kontrastiert im Inneren durch den weißen Putz der Wände und den blauen Linoleumbelag der Flure. Die Gruppenräume sind mit Buchenparkett ausgelegt und besitzen im Erdgeschoss einen direkten Zugang zum Garten.
Entlang der Flure der Kita versammelt Olf Kreisels Kunstinstallation „Da liegt der ganze Kram auf dem Tisch“ die von Kindern gefundenen Gegenstände des täglichen Lebens in einer Abfolge kleiner Glasschaukästen.
Aber ich glaube, dieses Bauwerk (soweit an den Fotos erkennbar) ist auch aus wirtschaftlicher Sicht kein Vorbild - siehe auch BKI - Sonderheft - und aktuellere Ausgaben - Kostenkennwerte für Kindergärten.
fantasieanregend sein.
Bei den gezeigten Aufnahmen kann ich mir die oft prinzipielle und einseitige Kritik an der Kindergartenerziehung gut vorstellen. Aber wahrscheinlich sind auch die Fotos schlecht gewählt. Wenn die Gruppenräume besser sind, sollte man das zeigen. Der Artikel sagt nichts zu den Kosten und der Wirtschaftlichkeit der Planung. Das steht leider oft im Widerspruch zu Idee und Umsetzung. Ansonsten gilt das oben Gesagte und mehr Mut zur Phantasie bitte. Die Kinder sind unsere Zukunft und nicht nur wir Architekten.