Schlossdebatte.de
Internet-Blog zum Berliner Humboldtforum
Der Berliner Architekt, Publizist und Kasseler Hochschullehrer Phillip Oswalt und seine Mitstreiter der Initiative „Urban Catalyst“ werden nicht müde, den vom Bundestag beschlossenen Bau des Berliner Humboldtforums, das die rekonstruierten Fassaden des Berliner Stadtschlosses tragen soll, zu kritisieren. Mit fleißigen Recherchen gelingt es ihnen immer wieder, dem Förderverein, der Spenden für die Rekonstruktion sammeln will, Ungereimtheiten nachzuweisen.
Jetzt hat sie mit der Website „Schlossdebatte.de “ sich und anderen Kritikern ein Forum geschaffen. Philipp Oswalt sagt: „Als kritische (Gegen-) Öffentlichkeit versteht sich der Blog als Informations- und Diskussionsforum, in der die Debatte fundiert und konstruktiv kommentiert und begleitet wird. Hier wird Fundamentalkritik an dem umstrittenen Projekt ebenso wie konstruktive Vorschläge zur intelligenten Umsetzung des Bundetagsbeschluss ihren Ort haben. Der Blog Schlossdebatte versteht sich als Plattform für alle kritischen Geister, die weder resigniert haben noch als gehorsame Untertanen sich einem fragwürdigen Bundestagsbeschluss ohne Widerrede ergeben.“
Die Anzahl derer, die gegen den Schlosswiederaufbau sind ist sehr überschaubar. Ihr Vorteil aber, sie sitzen an den richtigen Positionen, den Medien, den Baukammern, in der Intelektuellen-Kaste... Und von da aus wird das Thema immer wieder aufgekocht. Die schweigende Mehrheit muss diese Propaganda dann über sich ergehen lassen.
Über das Schloss wurde über 1 1/2 Jahrzente gestritten und diskutiert. Der Beschluß kommt ja nicht von ungefähr. Er lässt den Architekten auch sehr (für mich zuviel) Spielraum. Aber, Intelektuellen-Kaste sagt "Schloss ist böse", also darf nicht sein. Was ist an dem Blog neu, aufregend??
Erinnert an den Verbau der Akademie der Künste am Pariser Platz, da hat der Bundespräsident das kleine Land Berlin zurechtgewiesen, weil nur Glasfassade, gute Fassade. Das Ergebnis spricht für sich.
Die Aufregung über die Amerikansiche Botschaft, zeigt nur die Heuchelei deutlich, damit man von der Peilichkeit Akademie ablenken kann.
Und das Verrückteste, dass sich Architekten nicht einmal gedanken machen, warum Stadtschlösser wiedererrichtet werden, Frankfurt Fachwerkhäuser!! zurückhaben will.
Die Menschen haben das Vertrauen in diese so hochbeschworeren "Moderne Architektur" verloren. Es wäre an der Zeit sie zurückzugewinnen.
Und dann das Stadtschloss. Nach der Fertigstellung wird jeder sagen "oh wie schön". Und die Moderne? Sie muss spätestens dann zugeben dass sie komplett versagt hat. Doch nicht wegen Leuten wie Fahrenkamp, Behrens, van der Rohe, sondern wegen Pfuscher, die diesen "Stil" zum Dogma und schließlich zum Kitsch haben verkommen lassen. Warum sollen dens laut Bundestagsbeschlusse 3 Barockfassaden wiederhergestellt werden??? Weil keiner mehr der "modernen Architektur" zutraut etwas gleichwertiges zu bauen. Dann lieber den Riegel vorschieben, damit die 3 Seiten nicht auch noch verunstaltet werden können.
Doch was die Menschen wollen, oder wie man sie beflügeln kann ist den meisten Architekten heute völlig egal. Es geht nur noch um ihre Egoverwirklichung in einem intelektuell schwülstigen Milieu. Denn der Architekt hat selbst den Bezug zum Menschen zum Leben verloren. Kunst kann daraus nicht entstehen. Nur noch theoretisch ersetzbares Etwas. Ein van Gogh oder Picasso hätte sich in solche Pessimismus-Tümpel nie verirrt.
Anmerkung zur Akadmie der Künste: Kunst entsteht aus sich selbst, bzw. aus dem Leben, dazu braucht es keine Glasfassade, die laut ruft "hier ist Kunst!!", das ist Kommerz.
Wo ist denn der geniale Gegenentwurf??
Nur gegen etwas zu sein, reicht nicht aus.
Ist halt nur billige Polemik...