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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Ideenwettbewerb_fuer_die_Gestaltung_des_frueheren_KZ-Gelaendes_Ravensbrueck_entschieden_2967.html

12.01.1998

Sensibler Ort

Ideenwettbewerb für die Gestaltung des früheren KZ-Geländes Ravensbrück entschieden


Der landschaftsplanerische Ideenwettbewerb für die Gestaltung des früheren KZ-Geländes in Ravensbrück ist entschieden: Wie der Tagesspiegel berichtet, geht der mit 40.000 Mark dotierte erste Preis an die Berliner Architekten Stefan Tischer, Susanne Burger und Philipp Oswalt. Den zweiten Preis erhält Bertel Kehlet Bruun aus Hamburg, den dritten Platz belegt F. Lohrberg aus Stuttgart.
Wichtigster Grundgedanke der Ausschreibung war es, die Strukturen des ehemaligen Konzentrationslagers auf dem 200 Hektar großen, teilweise verwilderten und überbauten Areal sichtbar zu machen. Der Siegerentwurf überzeugte die Jury durch seine „Empathie für das gesamte Gelände und die dezente Auseinandersetzung mit einzelnen Teilbereichen“. So soll an dem Ort einer ehemaligen Kohlehalde wieder ein Schlackeberg aufgeschüttet werden. Das umliegende Brachland soll so aufgeforstet werden, so daß der frühere Lagergrundriß erfahrbar wird. Die ehemalige SS-Siedlung soll als „Geisterstadt“ erhalten bleiben, wobei in einem der Häuser eine Ausstellung über die Täter zu sehen sein soll.
Stimmt die Gemeinde der Bebauung des Wettbewerbsareals zu, dann könnte eine für die Bundesrepublik einzigartige Gedenklandschaft entstehen. Über die Finanzierung des Projekts muß mit Bund und Land noch verhandelt werden.

Meldung vom 17. 2. 1998


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