Vorreiterrolle
Hamburger Senat beschließt Maßnahmen für Kirchengebäude
Die finanzielle Problemsituation, in der viele Kirchen heute stecken, ist allgemein bekannt. Viele Gemeinden reagieren darauf mit Fusionen, die überzählige Kirchengebäude zurücklassen. Was tun aber mit den zum Teil denkmalgeschützen Kirchenbauten? Und wie lässt sich die finanzielle Situation der Gemeinden generell verbessern? Der Hamburger Senat hat nun – in Deutschland bisher einzigartig – gemeinsam mit den Kirchen einen Maßnahmenkatalog entwickelt, mit dem er versuchen will, der Misere abzuhelfen.
Zum Einen will die Kulturbehörde gemeinsam mit dem Nordelbischen Kirchenamt eine Übersicht erstellen, in der die Bauten nach Stil und Epoche kategorisiert werden. Das soll es erleichtern, die für das Stadtbild wichtigen Kirchenbauten zu identifizieren. Außerdem sollen Möglichkeiten hinsichtlich zusätzlicher Bebauungsmaßnahmen geprüft werden. Viele Kirchengrundstücke bieten noch Flächen, die verkauft werden könnten. Der Erlös käme direkt der betroffenen Kirchengemeinde zugute.
Für die nicht meht genutzten Kirchengebäude wird die Kulturbehörde in Zusammenarbeit mit der HafenCity Universität nach neuen Nutzungskonzepten suchen. Hamburg ist damit eine der ersten deutschen Städte, die sich ihrer Verantwortung für seine Kirchen bewusst wird und reagiert. In der Hansestadt sind mittlerweile 187 sakrale Bauwerke im Verzeichnis der erkannten Baudenkmäler erfasst, über 50 wurden bereits unter Denkmalschutz gestellt.
Und zumindest in dem Punkt gibt es einige Erfahrungen in den letzten Jahren.
Aber ich gebe dir insofern recht als das auch vor dem Abriss nicht zurueckgeschreckt werden darf.
Schliesslich ist Deutschland kein begeh und "belebbares" Freilichtmuseum.
Es hat sich mit der Weile zu einer Unsitte entwickelt, jedes mehr als hundert Jahre altes Klohäuschen unter Denkmalschutz zu stellen und als unantastbar zu bezeichnen.
Zur Aufrechterhaltung der Idee der europäischen Stadt ist es notwendig, der Stadt die Freiheit zu geben, sich im benötigten Maße zu erneuern.
Hier geht es um Gebäude, um Baukultur.
Und deren Erhalt, sprich Denkmalschutz. Unabhängig von der ursprünglichen Funktion.
Schlösser und Burgen reißen wir auch nicht ab nur um uns "vom sentimentalen ballast sinnentleerter" Gebäude "zu befreien, um den kulturellen verlusst sichtbar werden zu lassen" (sic)