Skywalk
Fußgängerbrücke in Wien fertig
Der „Skywalk Spittelau“ in Wien ist seit dem 21. August 2007 für den Verkehr freigegeben. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Architekturstudio Bulant & Wailzer und Tragwerksplaner Karlheinz Wagner (alle Wien) hatte mit ihrem Entwurf 2004 einen internationalen Wettbewerb gewonnen. Der Wettbewerb wurde ausgelobt, da die Stadt Wien einen Entwurf suchte, der in seiner architektonischen Qualität im Ensemble mit den denkmalgeschützten Otto-Wagner-Brücken und dem 500 Meter entfernten Büroneubau von Zaha Hadid bestehen kann.
Mit dem Skywalk westlich des Donaukanals gibt es nun eine barrierefreie Fuß- und Radwegverbindung zwischen Guneschgasse und der U-Bahn-Haltestelle Spittelau. Wer ehemals von der Busstation am Döblinger Gürtel zur U-Bahn wechseln wollte, hatte lange, beschwerliche Wege in Kauf nehmen müssen.
In elf Metern Höhe verbindet der 4,5 Meter breite und 120 Meter lange Steg nun den 9. und 19. Bezirk Wiens. Komplett mit Glas umschlossen, bietet die stählerne Brücke Schutz bei jedem Wetter. Ein Aufzug verbindet Steg und Heiligenstädterstraße und bietet u. a. die Möglichkeit, zum neuen Bürogebäude Skyline (ARGE Spittelau) zu kommen.
Die Anforderungen an Architekten und Tragwerksplaner waren hoch, da der Skywalk 10,50 Meter durch einen Pfeiler der alten Stadtbahnmauern geführt werden musste. Der Stahlträger des Skywalk ist mehrfach geknickt, liegt auf zwei neuen Beton-Wandscheiben und kreuzt die Otto-Wagner-Brücken.
http://diepresse.com/home/spectrum/architekturunddesign/364975/index.do
na ja, tragwerksplaner war ein eher sehr guter... es ist rätselhaft...
aber immerhin war die entscheidung der jury von anfang an falsch - weil dieses projekt klar unterlegen war: er hat in seiner form (auch die gerenderte) und besonders in der gewählten trasse nichts von der umgebung. So ein projekt MUSS auf die sehr komplexe cityscape von rundherum (3 brücken schon da!) reagieren und sie ergänzen. Das projekt ergänzt nicht, es plumpst einfach so rein.
Es gab projekte mit innovativen, filigranen tragwerklösungen. Aber nein! Wien muß ja das biedere, das ewig gestrige wählen. Daher gibt es ja hier die Rückwärtsgewandte Utopie, wie sie mal Fr.Achleitner schön (und mit dem dazugehörigen schmäh) definierte. Diesmal ist es keine utopie, sondern die rückwärtsgewandte, kafkaeske bürokratie, die diese brücke entstehen ließ!
Schade. War scheinbar keine fruchtbare Zusammenarbeit von Architekt und Tragwerksplaner.