Schwerkraft muss überwunden werden
Coop Himmelb(l)au bauen Kinocenter in Korea
Prix nun auch in Korea. Am 2. Oktober 2008, zeitgleich zur Eröffnung des dortigen 13. Internationalen Filmfestivals, wird in der Stadt Busan der Grundstein für das von Coop Himmelb(l)au entworfene Busan Cinema Center gelegt. 2005 in Auftrag gegeben, ist dieses öffentliche multimediale urbane Gebäude mit seinem 85 Meter auskragenden Dach nach der BMW-Welt in München das zweitgrößte Bauwerk des Wiener Büros um Wolf D. Prix.
„Die Differenzierung des Dachs als Symbol und als Zeichen von Aktivität ist eines der Themen, das unser Team seit Jahren beschäftigt“, sagt Prix. „Unser architektonisches Ziel, die Schwerkraft zu überwinden ist mit dem Entwurf des auskragenden Daches näher gerückt. Das Dach berührt den Boden nie, nur durch dasHinaufwachsen der Landschaft gibt es einen Zusammenhang.“
Der Architekt erläutert weiter: „Der Entwurf für das Busan Cinema Center und der Veranstaltungsort des Pusan International Film Festival (PIFF) stellt eine neuartige Verbindung von öffentlichem Raum, Kulturprogramm, Entertainment, Technologie und Architektur dar, durch das ein lebendiges und pulsierendes Wahrzeichen als Symbol gegenwärtiger Kultur innerhalb der urbanen Landschaft entsteht.
Die mit LED-Technik bespielten Dächer dienen als virtueller Himmel, der die Gebäudeteile und die Plaza zu einem durchgehenden, multifunktionalen urbanen Raum verbindet. Medien, Technologie, Unterhaltung und Freizeit verschmelzen zu einer offenen Architektur, die Raum für veränderbare und maßgeschneiderte Veranstaltungserlebnisse bietet. Das Ergebnis ist ein flexibler und dynamisch reagierender Ort, der als urbaner Katalysator für kulturellen Austausch und Transformation wirkt.“
Das Busan Cinema Center besteht aus einem großen Freiluftkino mit 4.000 Sitzplätzen sowie Veranstaltungsbereichen, Büroräumen, Kreativstudios und Kongresszentrum für das PIFF. Ein mit 1.000 Sitzplätzen geplantes multifunktionales Musical-, Performance-, Konzert- und Kinotheater ist das Herzstück des Cine Mountain, der außerhalb der Festival-Zeiten als allgemeines Kino fungiert. Ein großes stützenfreies Dach erschließt sich über einem riesigen Veranstaltungsbereich und beinhaltet ein Restaurant, das in dem Gebäudeteil der 85 Meter auskragenden Stahlstruktur einer „virtuellen Wolke“ untergebracht ist.
natürlich habe ich mich nicht zur sache selbst ausgelassen.
aber als zerstörung des öffentlichen raumes sehe ich das projekt nicht. es erweitert eher das angebot. es sei denn der neu geplante platz ist private property und sandler z.b. werde vertrieben. etc.
aber wie gesagt, ich denke fasst keiner der hier schreibt kennt die genauen fakten des projektes; ich auch nicht..
dass die bauherren so eitel und blöd sind, diese sonderbaunummern zu bezahlen, ist dabei nicht das erste problem. mir guter architektur im vitruv'schen sinne hat das jedoch wirklich nichts zu tun. man könnte es eher zerstörung des öffentlichen raumes nennen.
und zu den details: die fugenindustrie frohlockt, denn kostruktiv zu lösen sind die anschlüsse nur mit der großen spritze. das sieht dann nach ein paar jahren richtig übel aus.
wer solche architektur fotografiert und vieleicht auch praktiziert kann projekte am anderen ende des spektrums der möglichkeiten denke ich nicht wirklich verstehen.. das merkt man jedenfalls an diesem komentar.
peter lustig ist auch lustig und hat's schon mal gesehen.. aha...
uhu dricht stroh und ist selber froh
archibernd ist frustriert und baut selbst am liebsten nur tankstellen, und möchte nach china fahren weil die jungen asiaten es angeblich besser können; gibt's da auch konkrete beispiele???
mal ehrlich so funktioniert sachkritik nicht.. wenn schon dann mit mehr hintergrund..