Die letzte Meldung
...dann gründe ich eben meine eigene Akademie!
Im Hamburger Abendblatt vom 15. Februar 2007 ist zu erfahren, dass Meinhard von Gerkan nun seine eigene, private Architektur-Akademie zu gründen gedenkt: „‚Die Academy for Architecture solle vor allem den Austausch von Architekten zwischen Europa und Asien fördern‘, sagte Gerkan während einer Podiumsdiskussion, zu der die Zeitung „Die Welt“ eingeladen hatte. Hamburg habe die besten Voraussetzungen Chinas Tor zu Europa zu werden. Es sei dazu ein China-Viertel in Hamburg nötig, in dem sich die Chinesen wiederfinden könnten.“
Kommt das China-Viertel in Hamburg, wird von Gerkan sicher von einem unparteiischen Gremium als Chefarchitekt benannt und kann sich dafür revanchieren – dass er deutsche Städte nach China exportiert. Dieses Mal müsste er nur die Kopie einer chinesischen Stadt in Deutschland bauen. Wie allerdings eine zeitgenössische, chinesische Stadt heute aussieht, kann man auch nicht mehr eindeutig sagen.
Unser Vorschlag: Man nehme die heutige „Altstadt“ von Shanghai als Vorbild. Ein kleinteiliger, historischer Stadtgrundriss mit engen Straßen, dafür aber um so mehr Bürotürme mit Stahl-/Glasfassade, vielleicht mit ein paar historisierenden Appartments oben drauf, Hofhäusern im Pekinger Stil, allerdings mit norddeutsch-roten statt grauen Ziegelwänden.
Dafür bekommt von Gerkan dann vielleicht einen Ehrendoktor – seinen zweiten. Einen hat er ja schon – im Fach Theologie (siehe BauNetz-Meldung vom 2. September 2002)!
Till Wöhler
Bitte korrigieren! in
"Die Academy for Architecture solle vor allem den Austausch von Architekten zwischen Deutschland und China fördern"
Wir Redakteure schreiben unsere Kommentare offen und mit wirklichem Namen, wohl wissend, dass sie nicht allen gefallen können – und auch nicht müssen. So what!
Probleme werden sich nur lösen lassen, indem man sie offen anspricht. BauNetz ist immerhin eines der wenigen Fachmedien, in denen Journalisten freier schreiben als anderswo. Übrigens ein Grund mehr, warum ich gerne für das BauNetz arbeite. Und auch die Leser dürfen sich hier frei äußern. Das ist eine Qualität, die man wohl erst noch schätzen lernen muss. Zotige Bemerkungen aus der sicheren Deckung wie die unter 3 finde ich schon etwas pubertär und armselig.
Mehr Mut und Offenheit im Berufsalltag, lieber Testikel-Experte!
und ausserdem hast du eier genug, zu schreiben und dein dasein nicht am fliessband bei einem der büros mit den drei buchstaben zu fristen und irgendwann rausgeworfen wirst weil du die 25 überschritten hast oder mal ein wochenende frei wolltest, oder matz, hast du ein sozialleben bei ABC oder XYZ? aber ach sorry, ich vergass, du baust, also bist du!